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aktualisiert 16.02.2012
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Wohnen im Alter
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Darauf sollten Sie bei der Wohnungssuche oder beim Neubau eines Hauses achten
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Eine vorausschauende Planung beim Hausbau oder der Wohnungssuche bzw. bei den Umbaumaßnahmen ist sehr hilfreich und spart jede Menge Geld. Viele vorhandene Gefahrenherde können aber ganz leicht beseitigt werden. Oftmals reicht das Umräumen eines vorhandenen Stuhles für ein Stück mehr Sicherheit. Auf dem Weg zum Badezimmer steht er im Weg, im Eingangsbereich bewahrt er beim Schuhe anziehen vor Schwindelanfällen.
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Die Wohnung sollte “zentral” liegen, d.h. Einkaufsmöglichkeiten und Busverbindungen sollten möglichst in nicht all zu weiter Entfernung erreichbar sein.
Der Hauseingangsbereich und das Treppenhaus können in den meisten Fällen nicht verändert werden, deshalb ist es wichtig auf diese Ausstattung besonders zu achten.
stufenloser Zugang zur Wohnung, sichere Stufen und Handläufe, Rampe oder Aufzug Haustür mit elektrischem Türöffner und Gegensprechanlage bodengleich eingelegte Fußmatte gute Beleuchtung im Eingangsbereich leicht gängige und feststellbare Haustür leicht erkennbare Klingel, Namensschild und Hausnummer leicht erreichbarer Briefkasten Haustürvordach, Wetterschutz
Der Eingangsbereich oder Flur sollte ausreichende Bewegungsfläche bieten und der Lichtschalter für Flur und Treppenhaus sollte an der Wohnungseingangstür liegen.
Ebenso sollte das Bad ausreichend Bewegungsfreiheit bieten.
Breite Türen eine gut hörbare Klingel ein Türspion keine Bodenschwellen ein rutschfester Bodenbelag Rolläden im Erdgeschoss ausreichend Steckdosen und Beleuchtungsmöglichkeiten ein niedriger oder besser gar kein Duscheinstieg und eine Badewanne wären bei der Wohnungsausstattung von Vorteil.
Mit wenig Mitteln und einer genauen Vorausplanung kann man die Wohnung altersgerecht einrichten, damit man sich wohl fühlt und der Alltag ohne große Schwierigkeiten und mit größtmöglicher Sicherheit erledigt werden kann.
Sollte das Gehör nachlassen ist neben einer gut hörbaren Klingel eine Erweiterung der Klingelanlage mit Lichtsignalen möglich. Im Flur oder Wohnungseingangsbereich sollte unbedingt eine Sitzgelegenheit vorhanden sein. Garderoben- haken, eine Ablage für Post und Schlüssel sollten leicht erreichbar sein.
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Grundsätzlich gilt für den gesamten Wohnungsbereich:
Engpässe durch Möbel vermeiden in den Laufzonen keine Läufer, Brücken oder sonstigen Stolperfallen Lichtschalter und Steckdosen frei und gut erreichbar gute Beleuchtung alle Schränke gut erreichbar Höhenanpassung von Sitzgelegenheiten und Betten leicht erreichbare Ablagen in Sitznähe Anbringung von Haltegriffen für den Notfall
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Der Mensch verbringt ein Drittel seines Lebens im Bett, deshalb sollte hier besondere Rücksicht auf unseren Körper genommen werden. Eine körpergerechte Matratze und ein höhenverstellbarer Bettenrost können für einen erholsamen Schlaft sehr hilfreich sein. Besonders hier im Schlafbereich gilt ganz besonders auf Stolperfallen und Engpässe durch Möbel zu verzichten, damit der Weg zum Bad nicht zur Gefahr wird.
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Küche und Bad brauchen unsere besondere Aufmerksamkeit beim Einrichten.
Bei der Aufstellung der Küche sollte darauf geachtet werden, dass sich die Arbeitsfläche zwischen Herd und Spüle befindet. Keramikkochherde (Ceran-) oder gar Induktionsherde schaffen zusätzliche Sicherheit. Schränke sollten leicht erreichbar sein, z.B. sollten die Unterschränke mit Schüben ausgestattet und Oberschränke tiefer angebracht sein. Die Einrichtung eines Sitzplatzes ist von Vorteil.
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Für den Sanitärbereich gibt es eine Vielzahl von Hilfsmitteln. Dies ist auch besonders wichtig, da es sehr hohe Kosten verursacht ein Badezimmer umzubauen, es oftmals aber auch gar nicht möglich oder gestattet ist. Je nach Grundausstattung des Bades kann dieses gut an veränderte Bedürfnisse angepasst werden.
So stehen hier Hilfsmittel vom Toilettenaufsatz über diverse Halte- und Stützgriffe bis hin zum Wannensitz und Wannenlift zur Verfügung.
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Betreutes Wohnen
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Das Betreute Wohnen. Hierbei handelt es sich um Wohnformen bei denen Menschen durch Fachpersonal “dahingehend betreut werden, dass bei gleichzeitiger Unterstützung zur Bewältigung der individuellen Probleme die größtmögliche Autonomie gewährleistet wird.” Ziel ist es dabei, “den Betroffenen so wenig Verantwortung wie nötig abzunehmen, um sie dabei zu fördern, ihre Leben selbstständig zu gestalten zw. eine Unterbringung in einem Altenheim oder Altenpflegeheim zu vermeiden oder so weit wie möglich hinaus zuschieben.” (wikipedia)
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Andere und neuere Formen des Betreuten-Wohnens sind:
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In einem Mehrgenerationenhaus leben Jung und Alt zusammen unter einem Dach. Die Betreuung der Senioren wird im freundschaftlichen Miteinander der zusammenlebenden Generationen gesichert. In vielen deutschen Städten gibt es bereits Mehrgenerationenhäuser. Bestandsimmobilien und auch Neubauprojekte werden so gestaltet, dass jeder Bewohner genügend Platz für seine Privatsphäre findet, es aber auch großzügige Gemeinschaftsräume gibt. Durch das tägliche
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Miteinander zwischen den Senioren und den jüngeren Mitbewohnern, gibt es viele Situationen in denen die Bewohner sich gegenseitig helfen können. Das Mehrgenerationenhaus zeichnet sich durch seinen sympathischen Großfamilien-Charakter aus, wobei die Bewohner oft in keinem verwandtschaftlichen Verhältnis zu einander stehen. ( immobilienscout 11.08)
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Sicherlich wird das Mehrgenerationenhauses als Wohnform nicht für alle Betroffenen in Frage kommen. Manch einer wird das Zusammenleben und den Austausch mit Menschen vorziehen, die im gleichen Lebensabschnitt sind. Hier bietet sich die Senioren-WG an. In allen wichtigen Bereichen werden die Entscheidungen gemeinsam getroffen. Andererseits berücksichtigt die Senioren-Wohngemeinschaft optional das Selbstbestimmungsbedürfnis älterer Menschen, die in ganz unterschiedlicher Weise Unterstützung brauchen. Wie in der eigenen Wohnung bleiben die Bewohner selbständig, sind aber nicht alleine und können sich mit ihren Mitbewohnern gemeinschaftlichen Aktivitäten widmen. Ambulante Pflegedienste stellen die Versorgung der Bewohner sicher. Hier kommt besonders das Poolen von Leistungen zum Tragen.
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Diese Formen des Betreuten Wohnens werden immer beliebter und erfahren durch die Förderung durch die Pflegereform 2008 einen sprunghaften Ausbau.
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Eines haben alle vorgestellten Wohnformen gemein - der Betroffene wohnt selbstbestimmt in seinen eigenen vier Wänden.
Betreutes Wohnen bietet eine abgeschlossene Wohnung, mit der Möglichkeit, einen eigenen Haushalt zu führen oder aber im Bedarfsfall Verpflegung und Betreuung zu erhalten, daher befinden sich viele der Häuser - wegen der Inanspruchnahme von Dienstleistungen - in unmittelbarer Nähe eines Pflegeheimes und bieten bei erheblicher gesundheitlicher Verschlechterung einen Umzug ins Pflegeheim an.
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Leitfaden zum Betreuten Wohnen - in vier Schritten (herausgegeben von BAGSO e.V.)
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Schritt 1: Die Suche nach einem geeigneten Haus - Der Standort
Zunächst muss die Frage geklärt werden, wo Sie hinziehen wollen: In die Nähe der Kinder? In die Stadt? Mehr ins Grüne? Welche Vorteile sollen mit der Wahl des Standortes verbunden sein? Hilfreich kann da auch die Vergangenheit sein: Wo haben Sie vorher gelebt? Sind Sie eher der Stadtmensch? Lieben Sie die Natur? Ist Ihnen der Kontakt zur Familie wichtig? Haben Sie noch einen intakten Freundeskreis? Wenn all diese Fragen geklärt sind, bieten in der Regel die Gemeinden die erste Übersicht über die Angebot des Betreuten Wohnens. Weitere Hilfestellung erhalten Sie ggfs. bei den Wohlfahrtsverbänden, Kirchen, Immobilienabteilungen der Sparkassen und Banken, privaten Bauträgern oder anderen Initiativen.
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Schritt 2: Die Besichtigung der Häuser
Vereinbaren Sie immer einen Besuchstermin und lassen Sie sich alles so genau wie möglich zeigen und erklären. Schauen Sie sich auch die Umgebung in Ruhe an. Persönliches Gespräche mit den Bewohnern und einer eventuellen Bewohnervertretung kann sehr aufschlußreich sein. Fragen Sie nach der Möglichkeit des “Probewohnens” Machen Sie sich Notizen, damit Sie nach der zweiten oder dritten Besichtigung Fakten noch zuordnen können und dadurch bessere Vergleichsmöglichkeiten haben. Die nachfolgende Checkliste kann Ihnen hierbei zunächst als Fragenkatalog hilfreich sein.
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Schritt 3: Der Vergleich der Angebote
Der Begriff des Betreuten Wohnens ist nicht “geschützt”, d.h. es definieren sich nicht automatisch garantierte Leistungen daran. Deshalb ist ein Vergleich unablässich. Einige Häuser sprechen gar nicht vom Betreuten Wohnen sondern vom “Wohnen mit Service”, “Seniorenresidenzen” oder vom “Wohnen plus”. Es werden unterschiedliche Bandbreiten von Dienstleistungen zu äußerst unterschiedlichen Preisen angeboten. Ein konkreter Vergleich lohnt sich immer, spart Geld und so manche böse Überraschung.
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Schritt 4: Der Miet- und Betreuungsvertrag
In der Regel haben Sie zwei Vertragspartner: den Vermieter, mit ihm schließen Sie den Mietvertrag und den Betreuungsträger, mit ihm wird der Betreuungsvertrag abgeschlossen. Der Betreuungsvertrag weißt in der Regel Leistungen des Grundservices in einen Pauschalbetrag aus. Wahlleistungen werden je nach Inan- spruchnahme berechnet. Der Grundservice umfasst in der Regel den haustechnischen Dienst und die Betreuung durch eine Kontaktperson. Zusätzliche Kosten entstehen wenn pflegerische und hauswirtschaft- liche Dienste, Fahr- und Begleitdienste sowie weitere mögliche Serviceleistungen in Anspruch genommen werden. Vergleich Sie vorab den Leistungsumfang sowie die Preise je Einrichtung.
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