pflegestuetzpunkte-online.de - zentrales Portal aller deutschen  Pflegeberatungsstellen
Eureca1

>> - NEWS - >> Archiv Oktober 2010

aktualisiert 21.05.2012

Hotlines können persönliche Beratung nicht ersetzen                (Quelle: Augsburger Allgemeine 01.10.2010)

Im Landkreis Augsburg gibt es seit 1991 eine Seniorenberatung, die seit sieben Jahren dem Landratsamt zugeordnet ist. Seither suchen zwischen 450 und 500 Menschen im Jahr Rat und Hilfe; 2008 waren es sogar 552. Dass die Zahl der Ratsuchenden im Jahr darauf um etwa zehn Prozent zurückging, führt Riehle auf eine gewisse „Verunsicherung“ zurück. Die kam zustande, weil die Pflegekassen ab 1. Januar 2009 per Gesetz zur Pflegeberatung verpflichtet worden waren.

In der Region gibt es laut Riehle eigene Pflegeberater bei der AOK, der Barmer und der Siemens BKK. Die anderen Pflegekassen verwiesen auf die jeweiligen Sachbearbeiter, die privaten haben ein Unternehmen damit beauftragt, die Beratung regional zu organisieren. Riehle sagt dazu: „Hotlines können eine persönliche Beratung nicht ersetzen.“

Eine Seniorenberatung im Landkreis reiche nicht, urteilt die Expertenrunde. In allen 46 Gemeinden müsse es kommunale Seniorenberater und Ansprechpartner geben. Vor allem in den kleineren Orten bestehe Handlungsbedarf. „Die Ansprechpartner sollten Vertrauenspersonen sein, auf die Betroffene gerne und ohne Hemmungen zugehen.“ Riehle ergänzt: „Kompetente Ansprechpartner in den Kommunen werden künftig eine ganz wesentliche Rolle spielen. Je näher diese sind, desto einfacher ist das für alte Menschen und deren Angehörige.“

Die Seniorenberatungsstelle des Landkreises ist in Stadtbergen angesiedelt und hat 2,14 Vollzeitstellen. Sprechstunden vor Ort zusammen mit den örtlichen Seniorenbeauftragten, wie von Kreisrat Robert Steppich (FW) angeregt, sind bislang an der begrenzten personellen Kapazität gescheitert, sagt Riehle. Und wenn doch welche stattfanden, sei der Zuspruch immer sehr gering gewesen.

Eine Erfahrung, die auch Helmut Bartholomä vom Seniorenbeirat der Stadt Gersthofen bei den diversen Sprechstunden gemacht hat. „Mehr als sieben bis acht pro Beratungen, manchmal auch weniger“, berichtete er aus der Praxis.

Hausärzte sind wichtige Vertrauenspersonen

Eine andere Praxis spielt eine größere Rolle: die der Hausärzte. Da sie zumeist Vertrauensperson seien, komme ihnen eine große Bedeutung zu, die verstärkt werden müsse, urteilt die Expertenrunde.

Mit der Reform der Pflegeversicherung war bundesweit die Einführung sogenannter „Pflegestützpunkte“ vorgegeben. Während der zweijährigen Probephase soll es in Bayern höchstens 60 Pflegestützpunkte geben - der Landkreis Augsburg ist nach Angaben von Klaus Riehle nicht dabei, „da nach dem derzeitigen Stand keine Verbesserung des bisher vom Landkreis gebotenen Beratungsangebotes zu erwarten ist“


Was sind Hilfsmittel und was sind Pflegehilfsmittel ?                 (Quelle: Kölner Rundschau   01.10.2010)

Pflegehilfsmittel hingegen dienen dazu, die Pflege zu erleichtern, zur Linderung von Beschwerden eines Pflegebedürftigen beizutragen oder ihm eine selbständigere Lebensführung zu ermöglichen. Die bekanntesten technischen Pflegehilfsmittel sind Pflegebetten. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel sind beispielsweise Betteinlagen, Desinfektionsmittel und Einmalhandschuhe. 

Zuständigkeiten

Für Hilfsmittel ist in der Regel die Krankenkasse zuständig, für Pflegehilfsmittel die Pflegekasse. Der Anspruch auf ein Hilfsmittel hat allerdings eine Voraussetzung: „Der Arzt muss die dringende Erforderlichkeit eines Hilfsmittels feststellen“, erklärt Ludwig Schweigmann von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe in Dortmund. Der Arzt verordnet ein Hilfsmittel per Rezept. „Je konkreter und detaillierter diese Verordnung formuliert ist, umso besser“, sagt Jens Kaffenberger vom Sozialverband VdK Deutschland.

Hat der Versicherte seine Verordnung in der Hand, muss er bei seiner Krankenkasse erfragen, mit welchen Hilfsmittellieferanten in seiner Nähe sie einen Liefervertrag hat, und einen Anbieter auswählen. „Dieser wählt dann das für den Versicherten passende Produkt aus, nimmt gegebenenfalls Maß und erstellt in vielen Fällen auch einen Kostenvoranschlag, den er dann zusammen mit der Verordnung bei der Krankenkasse einreicht“, erläutert Barske. Die Krankenkasse prüft daraufhin die Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit und erteilt, wenn alles in Ordnung ist, die Kostenzusage.

Nur wenn die Pflegebedürftigkeit eines Patienten festgestellt wurde, dieser zu Hause gepflegt wird und keine Leistungspflicht der Krankenkasse besteht, trägt die Pflegekasse die Kosten. Der Patient muss das Pflegehilfsmittel formlos bei ihr beantragen - am besten mit detaillierter Beschreibung und Benennung des Einsatzzweckes. Der Arzt kann keine Verordnung ausstellen. Aber: „Seine medizinische Stellungnahme kann bei der Beantragung eines Pflegehilfsmittels eine wichtige Argumentationshilfe sein“, sagt Schweigmann.

Eigenbeteiligung

„Bei zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln beträgt die Zuzahlung des Patienten zehn Prozent und höchstens zehn Euro für den Monatsbedarf, bei nicht zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln ebenfalls zehn Prozent, mindestens fünf und höchstens zehn Euro“, fasst Kaffenberger zusammen.

Für manche Hilfsmittel, etwa Hörgeräte, wurden Festbeträge festgelegt. Bei Pflegehilfsmitteln übernimmt die Pflegekasse die Kosten unabhängig von der Pflegestufe. „Für ein Pflegehilfsmittel hat der Versicherte lediglich eine Zuzahlung in Höhe von zehn Prozent des Abgabe- / Vertragspreises zu tragen, maximal jedoch 25 Euro je Pflegehilfsmittel“, sagt Barske.

Informationen

Auf dem Weg zum Hilfs- oder Pflegehilfsmittel lauern verschiedene Fallstricke. Sie beginnen bei der Abgrenzung zwischen beiden. So kann eine wiederverwendbare Bettschutzeinlage oder ein Einmalhandschuh sowohl Hilfsmittel als auch Pflegehilfsmittel sein. Damit sind Patienten und Angehörige oft überfordert. Infotelefone der Kassen, Unabhängige Patientenberatung, Pflegestützpunkte und Landesverbände des VdK helfen weiter.


Lässt uns Vollmond tatsächlich schlechter schlafen?                                                     (Quelle: morgenweb 24.08.2010)

Zuletzt habe das eine Studie aus Österreich bestätigt, die über sechs Jahre lang versucht hat, einen Zusammenhang zwischen der Mondphase und dem Schlaf zu finden. Zulley erklärt das Phänomen: "Es ist vielmehr so: Die selbsterfüllende Prophezeiung, bei Vollmond schlechter zu schlafen, lässt uns dann auch wirklich schlechter schlafen. Dazu müssen wir aber wissen, dass Vollmond ist."

Übrigens hat der Mond eine geringere Lichtstärke als so manche Laterne. Also kann auch die vermeintlich hellere Nacht bei Vollmond nicht schuld sein an der Unruhe in manchen Betten. "Deshalb Rollo runter, ab unter die Kuscheldecke und am besten gar nicht daran denken, dass Vollmond ist und man dann schlecht schläft", sagt Tanja Knieler, Pressesprecherin der DAK. Das Grübeln lasse einen dann bestimmt nicht zur Ruhe kommen und in sanfte Träume entschlummern.

Neben dem Vollmond gibt es noch eine Vielzahl anderer Mythen, die sich um den Schlaf ranken. Die DAK klärt auf:

Schlaf vor Mitternacht ist der beste. Falsch! Am erholsamsten für den Körper ist der Tiefschlaf in der ersten Nachthälfte - unabhängig davon, ob dieser vor oder nach Mitternacht liegt.

Alkohol ist ein gutes Schlafmittel. Falsch! "Wer Schlafprobleme hat, sollte besser ohne Promille ins Bett gehen", sagt Knieler. Ein Glas Wein zum Beispiel lässt uns zwar schneller einschlafen. Alkohol stört aber die Erholung, denn er bringt die Schlafphasen durcheinander. Der beste Schlummertrunk ist eine warme Milch mit Honig.

Kalt schlafen ist gesund. Falsch! Nein. Frieren behindert das Einschlafen. Vor allem mit zunehmendem Alter braucht der Körper Wärme. Temperaturen zwischen 16 und 20 Grad sind ideal. Außerdem sollte das Bett nicht unter dem Fenster stehen, sondern an der wärmsten Wand.

Wer nachts schlecht schläft, sollte Mittagsschlaf halten. Falsch! Im Gegenteil. Man sollte sich tagsüber richtig auspowern. "Früh aufstehen, viel bewegen und erst dann wieder ins Bett legen, wenn man wirklich müde ist", rät Tanja Knieler rät. Viel Sport am Abend kann allerdings zu Einschlafstörungen führen, besser ist dann ein Spaziergang.

Acht Stunden Schlaf pro Nacht sind optimal. Falsch! Nicht für jeden. Der eine braucht mehr, der andere weniger. Normal ist alles zwischen fünf und acht Stunden; der Durchschnitt liegt in den westlichen Ländern bei sieben bis siebeneinhalb Stunden. Am meisten erholt sich der Körper in den ersten fünf Stunden des Schlafs. Das reicht aber vielen Menschen nicht. Wie fühle ich mich am nächsten Tag? Die Beantwortung dieser Frage ist die beste Selbstkontrolle.


zur Seite News zurück  5

Ein Stützpunkt für Pflegefragen                                                 (Quelle: Badische Zeitung 02.10.2010)

Hinzu kommt, dass sich die wenigsten Menschen im Vorfeld mit dem nicht gerade angenehmen Thema Pflegebedürftigkeit beschäftigen, sondern meist erst dann, wenn es einen akuten Pflegefall in der Familie gibt und wichtige Entscheidungen schnell zu treffen sind.

In einem neutralen und kostenfreien "Lotsendienst durch den Dschungel des Pflegemarktes", wie es in einer Pressemitteilung des Landkreises heißt, liegt denn auch der Schwerpunkt des neuen Pflegestützpunktes. Zwei Mitarbeiterinnen, die Sozialpädagogin Birgit Grammelspacher und die Krankenschwester Christiane Kruse, mit jeweils einer halben Stelle werden sich dieser Aufgabe widmen. Ganz neu ist ein solches Angebot nicht. Insgesamt sieben Beratungsstellen gibt es im Landkreis.

Landrätin Dorothea Störr-Ritter betonte, dass es allen Verantwortlichen stets wichtig war, dieses Netz zu erhalten, gleichzeitig aber keine Doppelstrukturen zu schaffen. Die Einrichtung des von einem Bundesgesetz geforderten Pflegestützpunktes sei deshalb "keine ganz einfache Sache gewesen". Dennoch gehört der Krozinger Pflegestützpunkt zu den ersten zehn, die im Land ihre Arbeit aufnehmen; 26 sind bislang bewilligt, insgesamt 50 für Baden-Württemberg geplant.

Der Pflegestützpunkt in Bad Krozingen ist nun aus einer Umwandlung der dortigen Beratungsstelle entstanden. Noch etwas anderes galt es zu beachten: Pflege- und Krankenkassen als Hauptgeldgeber fordern einen neutralen Träger der Einrichtung. In den meisten Bundesländern übernehmen die Kassen denn auch die Trägerschaft selbst, in Baden-Württemberg sind es oft die Landkreise, im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald – sozusagen als Sonderfall des Sonderfalls – ein Verbund aus sieben Gemeinden: Bad Krozingen, Ballrechten-Dottingen, Eschbach, Hartheim, Heitersheim, Staufen und Münstertal.

Vorgesehen für den neuen Pflegestützpunkt ist ein Budget von 80 000 Euro jährlich, das je zu einem Drittel von den Pflegekassen, den Krankenkassen und den Kommunen finanziert wird. Mehrere Redner bedauerten bei der Eröffnungsfeier, dass es nicht gelungen sei, die privaten Pflegekassen mit ins Boot zu holen. Zum jährlichen Budget kommt eine einmalige Anschubfinanzierung von 45 000 Euro.

Mit diesem Geld soll es möglich sein, "ein deutliches Mehr an Pflegeberatung" zu bieten, wie es Peter Schmeiduch formulierte. Über längere Öffnungszeiten in Bad Krozingen hinaus ist geplant, Vor-Ort-Beratungen in den anderen beteiligten Kommunen anzubieten. Insgesamt, so die einhellige Meinung der Verantwortlichen, sei der südliche Breisgau und speziell Bad Krozingen als Standort für den Stützpunkt prädestiniert. In diesem Raum lebt nicht nur der größte Teil der Kreisbevölkerung, hier ist auch der Anteil betagter Menschen am größten.

Dass die Beratung und Betreuung pflegebedürftiger Menschen gerade im Landkreis zu einer Herausforderung für die Zukunft werde, daran ließ Landrätin Störr-Ritter keinen Zweifel. Schon heute sind über 5200 Menschen im Kreis pflegebedürftig, bis zum Jahr 2020 wird die Zahl laut Prognosen um 50 Prozent steigen. Daher, so lautet die Hoffnung der Verantwortlichen, soll der Pflegestützpunkt über seine Beratungstätigkeit im Südlichen Breisgau hinaus auch so etwas wie ein Motor für neue Ideen im Pflegebereich werden. Von einem "Impulsgeber und Antreiber" sprach Dorothea Störr-Ritter. Fragen, mit denen sich die Experten beschäftigen könnten, wären zum Beispiel, wie man Ehrenamtliche besser in der Pflege einbinden kann oder wie sinnvolle Prävention aussehen könnte, die eine stationäre Betreuung verhindert oder zumindest hinauszögert.


Pflegestützpunkte mit professioneller Beratung jetzt absehbar                              (Quelle: Paderzeitung 05.10.2010)

Die SPD Fraktion habe sich immer wieder darum bemüht. Die dezentralen Anlaufstellen in den Rathäusern und in den örtlichen Geschäftsstellen der Pflegekassen sollten ihres Erachtens einen flächendeckenden Zugang zu der Beratung ermöglichen.

Fraktionschef Bernd Schäfer weist darauf hin, dass generell die demographische Entwicklung besondere Aufgaben an die Kommunalpolitik richte. Mit der Einrichtung von Pflegstützpunkten werde eine Anforderung erfüllt. Ganz wichtig sei, dass die Beratung in Bezug auf den Wettbewerb am Markt neutral stattfinden müsse. Die Beratungsstelle werde über das ganze Spektrum der Versorgung und Betreuung, sowie über alle notwendigen medizinischen, pflegerischen, sozialen und finanziellen Hilfs- und Unterstützungsangeboten informieren.


PFLEGE Projekt-Start im Kreishaus                                    (Quelle: Wiesbadener Tagblatt 06.10.2010)

Der Pflegestützpunkt soll Menschen mit Unterstützungs- und Pflegebedarf, Angehörigen oder Menschen mit Behinderungen umfassende Informationen und Hilfe rund um das Thema Pflege geben sowie als Netzwerk für betreuungs- und versorgungsrelevante Dienste und Leistungen zur Verfügung stehen.

Durch die Einrichtung von Pflegestützpunkten sollen Bürger ein umfassendes Beratungsangebot über Hilfeleistungen im Alltag des Alters und über die Pflege- und Rehabilitationsmöglichkeiten erhalten. Durch dieses Beratungsangebot werden sie in die Lage versetzt, sich qualifiziert für Dienstleistungen im Bereich der Sicherung der Häuslichkeit und der Pflege zu entscheiden; dabei wird auf bereits vorhandene Beratungsstrukturen aufgebaut bzw. mit diesen kooperiert.

Die Erfahrungen hätten gezeigt, dass im Bereich der Pflege, die aufgrund der demographischen Entwicklung unserer Gesellschaft immer mehr an Bedeutung gewinnt, die Beratung, Versorgung und Betreuung der betroffenen Menschen und deren Versorgungssituation mit der Einrichtung des Pflegestützpunktes weiter verbessert werden kann.

Am 2. November wird im Rahmen einer offiziellen Eröffnungsfeier mit geladenen Gästen der Start des Pflegestützpunktes gefeiert.


zur Seite News zurück  5

Unterstützung für pflegende Angehörige                           (Quelle:suedkurier   08.10.2010)

Gesprächskreise: Zum Erfahrungsaustausch für Pflegende gibt es im Landkreis derzeit sieben Gruppen – in Villingen, Schwenningen, Dauchingen, Donaueschingen, St. Georgen und Furtwangen. Auch pflegerische und sozialrechtliche Fragen können dort geklärt werden. Hilfe beim Aufbau neuer Gruppen gibt die Selbsthilfekontaktstelle des Landratsamts, Telefon 07721/91 37 165. Informationen im Internet: www.internet-gid.de

Betreuungsgruppen: Einen pflegefreien Nachmittag für Angehörige ermöglichen Betreuungsgruppen für Pflegebedürftige, die meist gegen einen geringen Kostenbeitrag von sozialen Einrichtungen angeboten werden. Für Demente gibt es in St. Georgen und Blumberg aktivierende Spiele und Beschäftigungen. Neben Verpflegung beinhalten die Kosten auch den Transport vom und zum Wohnort der Pflegebedürftigen. Informationen gibt der Pflegestützpunkt.

Nachbarschaftshilfe: Einkaufen, Begleitung zum Arzt oder einfach nur Gespräche mit Pflegebedürftigen führen, das ist im Rahmen von nachbarschaftlichen Netzwerken möglich. Angebote gibt es beispielsweise in Bad Dürrheim, Villingen-Schwenningen, St. Georgen und Triberg.

Urlaub für Pflegebedürftige: Da die Pflege von Angehörigen kräftezehrend ist, hat der Arbeitskreis Demenz im Schwarzwald-Baar-Kreis in Zusammenarbeit mit der Tourist-Information St. Georgen ein neues Angebot ins Leben gerufen: individuell zugeschnittener Urlaub im Ferienland Schwarzwald mit medizinischer und pflegerischer Betreuung. Tourist-Info St. Georgen: Telefon 07724/87 194.


Beratung rund um die Pflege                                                (Quelle: mrn 11.10.2010)

Heidelberg 11.10.2010: Um pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige künftig noch umfassender beraten und individuelle Hilfen anbieten zu können, möchte die Stadt Heidelberg einen Pflegestützpunkt einrichten. Der Sozialausschuss befasst sich mit dem Thema auf seiner Sitzung am 14. Oktober. Im Dezember soll der Gemeinderat dann endgültig über das neue Angebot beschließen.

Bereits seit 1995 bietet die Stadt Heidelberg in der Information-, Anlauf- und Vermittlungsstelle, kurz IAV-Stelle, niedrigschwellige Beratung in allen Fragen der ambulanten, teilstätionären und stationären Versorgung an. Das reicht von der Kurzzeitpflege über die Behandlung nach Krankenhausaufenthalten bis hin zur Beantragung von Sozialleistungen. Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner: „Auf dieser hervorragenden Grundlage können wir aufbauen. Eine gut organisierte Versorgung im häuslichen Umfeld ist für viele ältere und kranke Menschen ein Garant dafür, dass sie möglichst lange in den eigenen vier Wänden bleiben können. Mit der Einrichtung des Pflegestützpunktes wollen wir sie dabei unterstützen“.

Im Pflegestützpunkt werden die Pflege-Beratung und die Vernetzung aller pflegerischen, medizinischen und sozialen Leistungen unter einem Dach gebündelt. Hier arbeiten die Kranken- und Pflegekassen eng mit der Altenhilfe zusammen. Der Heidelberger Pflegestützpunkt soll einer von 50 Einrichtungen in Baden-Württemberg sein, die gemeinsam von der Stadt und den Kranken- und Pflegekassen getragen wird.

An der Finanzierung des Heidelberger Pflegestützpunktes beteiligen sich die Kranken- und Pflegkassen mit 53.000 Euro. Die Gesamtkosten betragen jährlich 80.000 Euro.

Der Pflegestützpunkt soll in den bisherigen Räumen der IAV-Stelle, Dantestraße 7, eingerichtet werden. Drei Mitarbeiter/-innen stehen dort als Ansprechpartner/-innen zur Verfügung. Die Beratung im Pflegestützpunkt ist kostenlos. Telefonische Sprechzeiten sind Montag bis Donnerstag von 8.30 Uhr bis 12 Uhr und 14 bis 15.30 Uhr sowie Freitag von 8 bis 13 Uhr. Terminabsprachen sind jederzeit auch außerhalb der angegebenen Zeit möglich.


Stützpunkte helfen bei häuslicher Pflege                                    (Quelle: merkur-online  12.10.2010)

München 12.10.2010: Der Landkreis München will Pflegestützpunkte (PSP) einrichten. Es handelt sich um ein bundesweites Modellvorhaben, das insgesamt aber auf wenig Nachfrage stößt.

Es sind die Vorgaben, die es interessierten Kommunen schwer machen, an dem 2009 initiierten Modell zu partizipieren. Als Träger der Pflegestützpunkte kommen ausschließlich Kassen, Bezirke, kreisfreie Städte und eben Landkreise in Frage. Der Kreis ist einverstanden, könnte die Aufgabenausführung an „geeignete Dritte“ übertragen. Die gesetzlich gebotene Wettbewerbsneutralität freilich schließt praktisch jede in irgendeiner Form gebundene Einrichtung aus.

Derartige Stützpunkte wollen Senioren sowie deren Angehörige beraten, betreuen, vermittelnd tätig werden sowie den gesetzlichen Anspruch auf Pflegeberatung in unmittelbarer Umgebung erfüllen. Pflegebedürftige sollen im eigenen Wohnumfeld versorgt werden. Nach Möglichkeit steht am Ende der Erprobungsphase ein bundesweites PSP-Netz.

Trotz aller Schwierigkeiten sprachen sich die Fraktionen einstimmig für eigene Pflegestützpunkte aus. Die Kreisverwaltung wurde beauftragt, die Suche in den Gemeinden zu intensivieren. Ernst Weidenbusch (CSU) verwies in diesem Zusammenhang auf ein Arrangement der Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn mit der „ASS gGmbH“. Als hundertprozentige Tochter der Gemeinde bestünden keinerlei Probleme wegen der Wettbewerbsneutralität.


zur Seite News zurück  5

Attraktives Umfeld für Alt und Jung

Schwanewede 13.10.2010: Die Einwohnerzahlen schrumpfen, die Zahl der älteren Bürger steigt, aus dem benachbarten Bundesland Bremen ziehen kaum noch junge Familien zu-im Landkreis Osterholz ist der demografische Wandel schon zu spüren. Höchste Zeit zu handeln, um Kreisstadt und Kommunen auf die veränderte Bevölkerungsstruktur und die Folgen vorzubereiten. Ein Sonderprogramm soll den Landkreis fit machen für die Zukunft. Als erster Gemeinde ist jetzt Schwanewede der Entwurf präsentiert worden.

Der zuständige Kreisdezernent Richard Eckermann stellte dem Ausschuss für Senioren, Soziales und Kultur das Arbeitspapier vor. Eine Steuerungsgruppe aus Vertretern des Kreises, der ProArbeit und der Gemeinden hat eine 'regionale Gesamtstrategie' entwickelt. Der Entwurf beschreibt Handlungsfelder und stellt mögliche Maßnahmen vor, wie sich der demografische Wandel meistern lässt. Die Gemeinden, denen der Entwurf der Reihe nach vorgestellt wird, können weitere Ideen einbringen. Ziel ist, ab 2011 Schritt für Schritt mit ein bis zwei Gemeinden pro Jahr konkrete Projekte für Probleme vor Ort zu erarbeiten. .

Projekte für Probleme vor Ort

Das Programm packt den demografischen Wandel von zwei Seiten an. Von den Gemeinden wird ein Spagat gefordert: Sie sollen sich auf die Bedürfnisse von immer mehr älteren Bürgern einstellen, gleichzeitig attraktiv sein für junge Familien.

Stichwort Wohnen und Infrastruktur. Altengerechtes Wohnen in zentraler Lage mit Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe und kurzen Wegen zu Bus oder Bahn soll gefördert werden. Daneben sollen familien- und kinderfreundliche Wohngebiete entstehen. In Zusammenarbeit mit Handwerksbetrieben könnte ein Musterhaus entwickelt werden, das zeigt, wie sich die eigenen vier Wände barrierefrei umbauen lassen. Ergänzt durch Beratungsangebote zum altengerechten Wohnen.

Die Infrastruktur in den Gemeinden soll seniorengerecht werden. Breite Fußwege, Überquerungshilfen auf großen Straßen, flexibel einsetzbare kleine Bürgerbusse, barrierefreie Sportstätten und Pflegestützpunkte sind einige der Vorschläge im Entwurf. Junge Familien sollen mit Kindergarten-Plätzen, Schulen, Sport- und anderen attraktiven Freizeitangeboten gelockt werden, aber auch mit zusätzlichen Unterstützungen für Eltern etwa in Form von Elterncafés und Besuchsdiensten.

Die Wirtschaft der Region soll überall eingebunden werden. Beispiel barrierefreies Wohnen: Handwerker und Bauunternehmen könnten ihre Kompetenzen in einem Netzwerk bündeln. 'Ältere Arbeitnehmer werden zukünftig für die Unternehmen immer wichtiger', heißt es im Programmentwurf. Firmen sollten sich darauf einstellen: durch Weiterbildungsmaßnahmen und Gesundheitsvorsorge für Beschäftigte über 50. Mit familienfreundlichen Rahmenbedingungen könnten Betriebe Pluspunkte im Wettbewerb um junge Fach- und Führungskräfte sammeln.

Für die Seniorenbetreuung setzt das Programm verstärkt auf ehrenamtliche Netzwerke. Umgekehrt sollen sich auch ältere Bürger nützlich machen. Das 'Freiwillige Jahr für Senioren' biete die Möglichkeit, berufliche Kenntnisse und andere Fähigkeiten einzubringen.

Der Schwaneweder Seniorenausschuss nahm den Arbeitsentwurf positiv auf. Verbunden mit der Forderung, die Wünsche des Seniorenbeirates und der Gleichstellungsbeauftragten der Gemeinde bei den weiteren Beratungen auf Kreisebene zu berücksichtigen.

Die Seniorenvertretung will einen alten- und behindertengerechten Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs; ferner wünscht sie, dass die Kreissparkasse ihr Filialnetz erhalten soll.


Konkretes Hilfsangebot im Pflege-Dschungel                            (Quelle: MVregio  14.10.2010)

Rostock 14.10.2010: Rostocker Sozialdemokraten wollen zentralen Pflegestützpunkt in Rostock schaffen. Eine zentrale Anlaufstelle mit kompetentem Betreuungsangebot und konkreter Hilfe bei der Beantragung von Leistungen für junge und alte.Pflegebedürftige sowie deren Angehörige. So stellen sich die Rostocker Sozialdemokraten den neuen Pflegestützpunkt für Rostock vor, den die Bürgerschaftsfraktion jetzt als Antrag für die nächste Bürgerschaftssitzung eingebracht hat.

"Pflegebedürftige Menschen wollen häufig in ihren eigenen vier Wänden bleiben und dort gepflegt werden. Der Weg ins Heim ist oft nur die Notlösung, weil der Überblick im Dschungel aus Behörden und Anbietern fehlt. Die Betroffenen müssen von Pontius zu Pilatus laufen, um Hilfe zu erhalten", so SPD Fraktionsvorsitzender Rainer Albrecht (Foto). "Genau da setzt ein Pflegestützpunkt an. Die Menschen bekommen im Stützpunkt jede erforderliche Beratung und Unterstützung aus einer Hand."

Hintergrund des Vorhabens von Fraktion und Sozialsenatorin Liane Melzer: Bereits seit 2008 besteht bundesweit ein Rechtsanspruch auf individuelle Pflegeberatung. Lediglich bei der praktischen Umsetzung hapert es in den Bundesländern gewaltig. Der Pflegestützpunkt soll nun genau diese Aufgabe leisten. Neben einer wohnortnahen Beratung und praktischen Hilfestellung soll zudem eine Vernetzung aller angebotenen Versorgungs- und Betreuungsangebote in ganz Rostock und eine Einbindung ehrenamtlicher Strukturen erfolgen.

Im Frühjahr 2011 soll das Projekt spätestens Realität werden. Schließlich gibt es neben der Förderung durch das Sozialministerium und Geld von den Pflege- und Krankenkassen maximal 50.000 Euro Anschubfinanzierung von Bundesebene. Diese muss bis spätestens 30. Juni 2011 abgerufen werden.

"Wenn jetzt Kranken- und Pflegekassen, Land, Bund und auch die Hansestadt Rostock an einem Strang ziehen, können wir mit dem Pflegestützpunkt die Situation der Betroffenen spürbar verbessern", so Rainer Albrecht abschließend.


Erster Pflegestützpunkt im Landkreis Karlsruhe geöffnet               (Quelle:

Kreis Karlsruhe 14. Oktober 2010: Am Freitag, 8. Oktober, wurde der erste Pflegestützpunkt im Landkreis Karlsruhe im Rathaus am Holzmarkt in Bruchsal eröffnet. In Zeiten des demographischen Wandels mit einer älter werdenden Gesellschaft ist der Pflegestützpunkt zentrale Anlaufstelle für alle, die Fragen und Beratungsbedarf zum Thema Pflege haben, zum Beispiel welche wohnortnahen Angebote es gibt, welche Alternativen es zur Unterbringung in einem Heim gibt, welche Finanzierungsmöglichkeiten bestehen usw.

Als einer der ersten in Baden-Württemberg hat der Landkreis Karlsruhe die Einrichtung von Pflegestützpunkten in Angriff genommen, „ohne dass das Land Baden-Württemberg die Rahmenbedingungen festgelegt hätte“, lobte Peter Schmeiduch vom Ministerium für Arbeit und Soziales das Engagement des Landkreises und überbrachte die Grüße von Ministerin Dr. Monika Stolz. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel dankte den Kranken- und Pflegekassen sowie den beteiligten Kommunen Bruchsal, Forst, Hambrücken, Karlsdorf-Neuthard, Kraichtal und Ubstadt-Weiher für die enge und gute Zusammenarbeit. Er freute sich zusammen mit Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick, dass mit der Einrichtung des Pflegestützpunktes „eine neutrale Drehscheibe geschaffen werde, die in Anbetracht des breiten Angebots bei der Auswahl eines geeigneten Pflege- und Betreuungsangebotes beratend zur Seite stehe.“

Harald Röcker, Geschäftsführer der AOK Mittlerer Oberrhein, betonte, wie wichtig dezentrale bürgernahe Lösungen seien. Den beiden Mitarbeiterinnen Nina Laux und Hanna Risch wurde großes Vertrauen entgegengebracht, mit ihrer Arbeit und kompetenten Beratung Pflegebedürftigen und deren Angehörigen Hilfestellung zu geben.

Insgesamt wird es 50 Pflegestützpunkte im Land Baden-Württemberg geben, pro Stadt- und Landkreis ist mindestens einer vorgesehen. Als einer der wenigen Kreise wird der Karlsruher Kreis zwei Pflegestützpunkte haben; in Ettlingen soll zum Jahresbeginn 2011 ein zweiter eröffnet werden. Die Kranken-/Pflegekassen finanzieren die Pflegestützpunkte mit zwei Drittel, die beteiligten Kommunen steuern ein Drittel bei.


zur Seite News zurück  5

Versorgung gefährdet - Senioren wollen mehr Hilfe                      (Quelle:  Badische Zeitung 14.10.2010)

FRIEDRICHSHAFEN 14.10.2010: Der Landesseniorenrat fordert mehr ambulante medizinische Zentren auf dem Land. Außerhalb der Großstädte drohe angesichts der Schließung kleinerer Krankenhäuser und Praxen älterer Ärzte die Gefahr einer Unterversorgung von Patienten, warnte der Vorsitzende Roland Sing in Friedenshafen beim Landesseniorentag vor 1700 Teilnehmern.

Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) versicherte in seinem Festvortrag, der Südwesten habe bereits viele Möglichkeiten der Hilfe und Pflege für Senioren in Wohnortnähe. Er erinnerte an das Hilfenetz für Angehörige von Demenzkranken sowie die geplanten Pflegestützpunkte. Diese Strukturen müssten weiterentwickelt werden. Für die Betreuung der Senioren sei ehrenamtliches Engagement unerlässlich.

Der Seniorenratsvorsitzende trat für eine bessere Ausstattung von Pflegeheimen ein. Er verlangte mehr Einzelzimmer für ältere Menschen. "Letztlich geht es um die Menschenwürde im Alter und da kann und darf es nicht sein, dass die Wahrung von Würde und Anerkennung der Persönlichkeit hinter finanziellen Überlegungen von Trägern zurückstehen muss."


Pflegestützpunkt im Main-Taunus-Kreis geschaffen                           (Quelle:

Als sechster Landkreis in Hessen hat jetzt auch der Main-Taunus-Kreis einen Pflegestützpunkt geschaffen, der künftig bei allen Fragen rund um die Pflege weiterhelfen soll.

Hofheim 14.10.2010: Was als «kaiserliche Botschaft» im Jahre 1883 begann, die Einrichtung einer Krankenversicherung unter Reichskanzler Bismarck, fand 1995 seine Fortsetzung in der Pflegeversicherung und nun in der Eröffnung eines Pflegestützpunktes im Kreishaus des Main-Taunus-Kreises (MTK). Die demographische Entwicklung mit der zunehmenden Zahl älterer Menschen zwingt zum Handeln, und so installierte jetzt der MTK als sechster Kreis in Hessen einen zentralen Pflegestützpunkt als Anlaufstelle für Pfegebedürftige aber auch für die Helfer, beispielsweise von den ambulanten Diensten.

Großer Informationsbedarf

Bei der Vorstellung des Projektes waren gestern mehr als 50 Vertreter solcher Dienste des Kreises und seiner Kommunen aber auch der Pflegekassen zugegen. Getragen wird das Vorhaben jeweils zur Hälfte vom Main-Taunus-Kreis und den Pflegekassen unter Federführung der AOK mit jeweils 50 000 Euro im Jahr. «Die Erwartungshaltung ist groß, es gibt einen großen Informationsbedarf», erklärte Sozialdezernent Hans-Jürgen Hielscher (FDP) und fuhr mit Blick auf die wachsende Zahl älterer Menschen fort: «Wir müssen deshalb so früh wie möglich die Weichen stellen.» So soll zum einen die Qualität der Beratung verbessert werden, zum anderen sollen die verschiedenen Stellen besser miteinander vernetzt werden. Hielscher sieht seinen «Wohlfühlkreis» zwar ohnehin schon «gut aufgestellt», will sich aber nicht darauf ausruhen. Der Focus liegt eindeutig auf den Senioren, doch wollen die Macher die jüngeren Pflegebedürftigen nicht unter den Tisch fallen lassen. Verstärkt engagieren will man sich auch bei der aufsuchenden Hilfe. Hielscher: «Viele ältere Menschen haben ein Problem mit der Mobilität.»

Zwei Hauptamtliche

Insgesamt sollen in Hessen 26 solcher Pflegestützpunkte eingerichtet werden. Die Notwendigkeit liegt auf der Hand, betreut doch allein die AOK im Land schon 90 000 Pflegebedürftige. Die neue Anlaufstelle im dritten Stock des Landratsamtes ist mit zwei hauptamtlichen Kräften in Vollzeit besetzt, wobei der Main-Taunus-Kreis mit der Sozialarbeiterin Sina Härting vertreten ist, die AOK mit dem Pflegeversicherungs-Fachmann Markus Krugmeister. Das Duo betonte unisono, dass man neutral beraten werde, also auch die Mitglieder anderer Kassen und deren Angehörige. Die beiden Ansprechpartner sind unter den Telefonnummern (0 61 92) 2 01-19 89 sowie (0 61 92) 2 01-19 90 zu erreichen und zwar Montag, Mittwoch und Freitag von 9 bis 12 und Donnerstag von 15 bis 17.30 Uhr. Die E-Mail-Adresse lautet: Pflegestuetzpunkt@mtk.org.

Die Einzelheiten des Projektes stellten dann Härting und Krugmeister selbst vor. Krugmeister, der besonders auf das «Sonderproblem Demenz» aufmerksam machte, hob überdies hervor, dass man sich zuständig fühle nicht nur für den Kreis der Pflegebedürftigen selbst, sondern auch für deren Angehörige und Pfleger. Es gehe um passende Wohn-, Lebens- und Betreuungsformen und darum, bestehende Versorgungslücken zu schließen. Man denke ebenfalls an eine Broschüre, einen «Wegweiser Rat und Tat», arbeite zusammen mit den Pflegekassen, dem Gesundheitsamt und der Seniorenhilfe. «Unsere Beratung ist kostenlos und träger-unabhängig», fügte Sina Härting hinzu.

Seit 1. Januar 2009 haben Pflegebedürftige sogar einen Rechtsanspruch auf Beratung. Um dem gerecht zu werden, soll in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt ein entsprechender Stützpunkt installiert werden, der Main-Taunus-Kreis ist da vorne dabei. «Gemeinsam mit den Kranken- und Pflegekassen wird der Kreis damit seiner Verantwortung gerecht, geeignete Beratungsstrukturen vorzuhalten», erklärte Hielscher.


Auch im Dunninger Pflegeheim wurde eine Beratungsstelle eingerichtet     (Quelle: Schwarzwälder Bote 15.10.2010)

Dunningen 15.10.2010: Zur Eröffnung der Beratungsstelle St. Veronika im Pflegeheim Dunningen, konnte Geschäftsführerin Claudia Benner von der Sozialstation neben Pfarrerin Petra Stromberg und Pfarrer Hermann Barth die Bürgermeister Alfred Weiss, Ralf Ulbrich, Walter Ziegler, Emil Maser und Gerhard Winkler sowie Karin Endress von der AOK begrüßen. Ein Gruß galt auch denen, die die Einrichtung der Beratungsstelle in den Gremien zu befürworten hatten, voran Dietmar Zisterer von der Stiftung St. Franziskus. Bevor Zisterer auf die Arbeit einging, sprach Benner drei allgemeine Anmerkungen an. Der immer größer werdenden Informationsflut, in allen Lebensbereichen, stehe ein immer größer werdender Informationsbedarf gegenüber. Man wolle mit der Einrichtung einer separaten Stelle auf die Wertigkeit der Information abheben. Wünschenswert sei die Inanspruchnahme des Angebots, aber dann auch die gesellschaftliche Anerkennung dieser neuen Dienstleistung, die kostenlos angeboten wird.

Hinsichtlich der langjährigen Kooperation der vier Partner im Seniorenzentrum werde jetzt eine neue Seite aufgeschlagen, und so begrüßte Claudia Benner Beratungsfachkraft Anita Greiner und wünschte, dass sie mit ihrem offenen Wesen und ihrer engagierten Vorgehensweise die Stelle mit Leben fülle.

Altenhilfe-Regionalleiter Dietmar Zisterer ging auf Probleme des Alterns ein, die oft Fragen aufwerfen, beispielsweise zur Unterstützung im häuslichen Umfeld und bei der Finanzierung.

Hierzu biete nun die Sozialstation St. Martin ein breites Spektrum an Hilfemöglichkeiten. Das Angebot sehe er als Ergänzung zum Pflegestützpunkt des Landkreises. Zisterer freute sich besonders, dass man mit Anita Greiner eine kompetente Ansprechpartnerin für die Besetzung der neuen Stelle gewinnen konnte. Sie habe Praxiserfahrung und sich intensiv mit Entwicklungen der Altenhilfe, mit neuen Wohnformen, der Kranken- und Pflegeversicherungen sowie Krankheitsbildern auseinandergesetzt. In Praxissemestern habe sie die Arbeit in Altenzentren wie der Sozialstation St. Martin kennengelernt.

Greiner werde in Gesprächen umfassend informieren und koordinieren, um dann eine passende Lösung aus einem Guss zu schaffen. Bürgermeister Winkler sprach den vom Landkreis finanzierten Pflegestützpunkt an. Doch seine Bedenken zu möglichen Doppelstrukturen konnten von Zisterer und Benner ausgeräumt werden.


zur Seite News zurück  5

Pflegestützpunkt soll nach Offenburg                                    (Quelle: Badische Zeitung 17.10.2010)

OFFENBURG 17.10.2010: Mit 480 betreuten Wohnungen in 17 Wohnanlagen sowie 661 Pflegeheimplätzen ist Offenburg laut Rainer Aalfeld gut aufgestellt. Das Augenmerk müsse verstärkt auf jene älteren Mitmenschen gerichtet werden, die im Bestand wohnen, so der Leiter des Seniorenbüros. Über 14 700 Männer und Frauen in Offenburg sind älter als 60 Jahre.

Eine 2006/2007 in Zusammenarbeit mit der Stadtentwicklung und der katholischen Hochschule Freiburg organisierten Studie ergab, dass vielen älteren Offenburgern zwar bewusst ist, ihre Wohnung nicht altersgerecht ausgestattet zu haben; doch die Handlungsbereitschaft lässt zu wünschen übrig – gerade bei denjenigen, die zur Miete wohnen. Aus den 526 Telefoninterviews mit älteren Menschen in der Kernstadt sowie in Waltersweier, Weier, Zell-Weierbach und Zunsweier ergab sich, dass ein Großteil der Befragten durchaus bereit sei, umzuziehen, aber im angestammten Quartier bleiben wolle, wo das Umfeld vertraut und eine entsprechende Infrastruktur vorhanden sei.

Bereits 2005 ließen sich Mitarbeiter des Seniorenbüros zu Wohnraumberatern schulen, unterstützt vom paritätischen Wohlfahrtsverband. Das Projekt startete 2006 – doch trotz intensiver Werbung habe es kaum Nachfrage gegeben, bedauert Aalfeld. Lediglich zehn Mal rückten die ehrenamtlichen Berater aus und empfahlen zum Beispiel einen Handlauf fürs Bad oder einen rutschhemmenden Unterleger für die Teppichböden. "Älter werden ist immer noch negativ besetzt", so Aalfeld. Die Probleme, die mit zunehmenden Jahren auf die Menschen zukämen, würden gerne verdrängt. Das Seniorenbüro mache sich seine Gedanken, wie es die ältere Generation noch besser erreichen könne. "Wir wollen ein Pool aufbauen und vor Ort präsent sein", sagt Aalfeld und denkt an Filialen in den Stadtteil- und Familienzentren sowie den Ortsverwaltungen, die das Seniorenbüro in der Kornstraße ergänzen könnten.


vzbv und Verbraucherzentralen stärken Verbraucherschutz in der Pflege      (Quelle: Finanztreff   18.10.2010)

Neues Projekt nimmt Verträge unter die Lupe, leistet individuellen Rat und bietet öffentliche Informationen an

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und die Verbraucherzentralen haben ein wegweisendes Projekt zur Umsetzung der Verbraucherrechte in der Pflege gestartet. In den kommenden Jahren werden die Verbände das Kleingedruckte in Verträgen von Alten- und Pflegeheimen unter die Lupe nehmen, bundesweit rechtlichen Rat in ausgewählten Pflegestützpunkten anbieten, Aktionstage durchführen und die Rechtslage bei Heim- und Pflegeverträgen in die Öffentlichkeit tragen. Möglich wurde das Projekt durch eine finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Der Startschuss erfolgte am 01.10.2010, das Projekt läuft bis
31.03.2013.

"Pflegebedürftige und ihre Familien sind oft überfordert - nicht weil es zu wenige Informationen gibt, sondern weil die notwendigen Informationen über die eigenen Rechte im Dickicht der Verträge schlicht nicht gefunden werden. Ich freue mich deshalb sehr, dass vzbv und Verbraucherzentralen mit ihrem Projekt mehr Licht in den Pflegedschungel bringen", betont Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. "Das Projekt hilft Betroffenen und Angehörigen, ihre rechtliche Situation zu erfassen und ihre Rechte besser wahrnehmen zu können", so vzbv-Vorstand Gerd Billen. "Es sorgt dafür, dass die Selbstbestimmung älterer Menschen im Pflegebereich gestärkt wird und die Anbieter von Unterkünften und Pflegedienstleistungen sich an neues Recht und Gesetz halten." Billen weiter: "Die Bewohner der Einrichtungen sind auch Kunden auf dem Markt der Pflegeangebote. Sie leisten einen beträchtlichen Kostenteil aus eigener Tasche und haben einen Anspruch auf qualitätsgesicherte Vertragsgestaltungen." Mit dem Projekt stärken der vzbv und die Verbraucherzentralen den Verbraucherschutz im Bereich der Pflege und Betreuung. Ziel ist es, dass die seit Mai 2010 verbindlichen Neuregelungen auch wirklich umgesetzt werden.

Grundlage ist das seit 1.10.2009 gültige Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz (WBVG), mit dem die Interessen der Nutzer und Nutzerinnen von Wohnangeboten im Alter, bei Pflegebedürftigkeit oder Behinderung gestärkt wurden. Ihre Rolle als Verbraucher und Verbraucherin wird betont: Erstmals werden klare vorvertragliche Informationspflichten definiert, die Rechtsverhältnisse nach Tod des Bewohners klargestellt und der Ausschluss der Pflicht, eine Leistungsanpassung anzubieten, transparent gemacht. Das neue Gesetz regelt vertragliche Erfordernisse im Bereich Wohnen für ältere, pflegebedürftige oder behinderte volljährige Menschen, wenn auch Betreuungs- und Pflegeleistungen erbracht werden. Somit gilt das WBVG - anders als das zuvor geltende Heimgesetz - nicht nur für Alten- und Pflegeheime, sondern auch für Pflegewohngemeinschaften und zum Teil auch für betreute Wohneinheiten.

Der Schwerpunkt des Projekts liegt in der Beratung der Verbraucher und Verbraucherinnen. Darüber hinaus erhalten Verbraucherinnen und Verbraucher in Verbraucherzentralen sowie in ausgewählten Pflegestützpunkten individuellen rechtlichen Rat zu abgeschlossenen Verträgen oder zu bevorstehenden Abschlüssen. Als weiterer Schwerpunkt des Projekts werden bestehende Verträge überprüft. Enthalten Verträge nach wie vor unangemessene Benachteiligungen für Betroffene, wird der vzbv juristisch gegen die Anbieter vorgehen und so auf die Umsetzung verbraucherfreundlicher Verträge drängen.


Beratung zur Pflege auch für jüngere Menschen               (Quelle: Wiesbadener Kurier   19.10.2010)

Hofheim 19.10.2010: Der Pflegestützpunkt Main-Taunus ist eröffnet worden. Dort gibt es Beratungen zu allen Fragen rund um das Thema Pflege. Außerdem sollen bereits bestehende Angebote koordiniert werden. Träger sind der Main-Taunus-Kreis und die Pflege- und Krankenkassen in Hessen - federführend vertreten durch die AOK Hessen. Hessenweit ist der Pflegestützpunkt Main-Taunus die sechste Einrichtung dieser Art.

„Die Aufbauarbeit ist geleistet, jetzt geht es richtig los“, erklärt der Erste Kreisbeigeordnete, der Sozialdezernent Hans-Jürgen Hielscher. Im Pflegestützpunkt arbeiten eine Mitarbeiterin des Kreises und ein Mitarbeiter der Kranken- und Pflegekassen. Der Fokus der Einrichtung liegt zunächst auf der neutralen Beratung von pflegebedürftigen älteren Menschen und ihren Angehörigen, es sollen aber auch jüngere Pflegebedürftige angesprochen werden. „Für sie gibt es bisher kein Beratungsangebot“, so Hielscher. Hinzu kommt die Vernetzung der Arbeit der kommunalen Seniorenberatungsstellen in den Städten und Gemeinden des Kreises. Dabei gilt es laut Hielscher auch, Versorgungslücken zu erkennen und zu benennen und entsprechende Lösungen zu entwickeln.

Gesetzlich verpflichtet

Grund für die Einrichtung des Pflegestützpunktes sei das Pflegeweiterentwicklungsgesetz, erklärt Rolf Schkölziger von den Landesverbänden der Pflegekassen. Demnach soll in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt mindestens ein Pflegestützpunkt eingerichtet werden. Einer entsprechenden Rahmenvereinbarung zwischen den Landesverbänden der Pflege- und Krankenkassen und den kommunalen Spitzenverbänden ist der Main-Taunus-Kreis im vergangenen Jahr beigetreten. „Gemeinsam mit den Kranken- und Pflegekassen wird der Kreis damit seiner Verantwortung gerecht, geeignete Beratungsstrukturen vorzuhalten“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete. Der Pflegestützpunkt Main-Taunus-Kreis befindet sich im Landratsamt in Hofheim, Am Kreishaus1-5, 65719 Hofheim. Die Ansprechpartner sind Sina Härting und Markus Krugmeister. Sie sind zu folgenden Zeiten unter 06192/ 201-1989 und -1990 erreichbar: Montag, Mittwoch und Freitag von 9 Uhr bis 12 Uhr und Donnerstag von 15 Uhr bis 17.30 Uhr. Außerdem kann man sich per Email an sie wenden (Pflegestuetzpunkt@mtk.org).


zur Seite News zurück  5

Pflegestützpunkte: Erster Test zeigt deutliche Unterschiede bei fachlicher Qualität und Kundenservice      (Quelle: Stiftung Warentest  21.10.2010)

Seit 2009 hat jeder Empfänger und Antragsteller von Pflegeleistungen einen Rechtsanspruch auf individuelle Beratung durch einen Pflegeberater. In sogenannten Pflegestützpunkten sollen sie diesen Rechtsanspruch wahrnehmen können, außerdem sollen die Stützpunkte grundsätzlich erste Anlaufstelle für alle Ratsuchenden bei sich anbahnender Pflegebedürftigkeit sein. Beim ersten Test von 15 zuerst aufgebauten Pilotpflegestützpunkten und einem regulären – in jedem Bundesland einen – haben fünf ein „gutes“ Gesamtergebnis erzielt, einige knapp. Nur ein einziger, der Stützpunkt Friedrichshain-Kreuzberg in Berlin, bietet auch „gute“ fachliche Qualität. Zehn schneiden insgesamt „befriedigend“ ab, einer „ausreichend“. Veröffentlicht sind die Ergebnisse in der November-Ausgabe der Zeitschrift test.

Die Tester traten als hilfsbedürftige Person oder Angehöriger auf und konfrontierten die Berater mit typischen Anfragen. Wenn es konkret um Leistungen der Pflegeversicherung ging, kannten sich die Mitarbeiter in der Regel aus und berieten engagiert und fachkundig. So konnten fast alle über die Voraussetzungen für eine Pflegestufe fundiert Auskunft geben. Bei weiterführenden Hilfen, die über die Leistungen der Pflegeversicherung hinausgingen, haperte es deutlich. Eine umfassende Beratung, wie der Gesetzgeber sie vorsieht, gab es nur in wenigen Fällen.

Bisher gibt es in jedem Bundesland eine andere Struktur, aber keine einheitlichen Qualitätsstandards. So sind Pflegestützpunkte in Einkaufszentren, in Rathäusern oder bei Pflegeeinrichtungen zu finden. Mal beraten mehrere Mitarbeiter, mal nur einer. Bundesweit gibt es momentan rund 310 Pflegestützpunkte, geplant sind bisher 600. Bei den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen sind die Stützpunkte aber noch nicht bekannt genug. Die Stiftung sieht hier die Krankenkassen, Kommunen und Bundesländer in der Informationspflicht.


  zur Seite Aktuelles 5

Rostock will bessere Pflege-Beratung                           (Quelle: Norddeutsche Neueste Nachrichten

ROSTOCK 25.10.2010: Die Bürgerschaft will eine zentrale Anlaufstelle für Pflegebedürftige und Angehörige in Rostock schaffen. Die SPD hat jetzt einen Vorschlag für einen so genannten Pflegestützpunkt vorgelegt. Danach soll es eine zentrale Anlaufstelle mit kompetentem Betreuungsangebot und konkreter Hilfe bei der Beantragung von Leistungen geben. "Für pflegebedürftige Menschen ist der Weg ins Heim oft nur eine Notlösung, weil der Überblick im Dschungel aus Behörden und Anbietern fehlt", sagt Rainer Albrecht, Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion. Da solle der Pflegestützpunkt ansetzen.

Hintergrund des Vorschlags ist auch der Rechtsanspruch, den jeder Pflegebedürftige auf Hilfe durch einen Pflegeberater hat - und zwar schon seit dem 1. Januar 2009. Eine Möglichkeit, wie der gewährleistet werden kann, ist der Aufbau eines Pflegestützpunktes. Für das Vorhaben, einen solchen in Rostock einzurichten, signalisierten mehrere Fraktionen bereits ihre Zustimmung. So ist es aus Sicht des CDU-Fraktionschefs, Prof. Dr. Dieter Neßelmann, sinnvoll, eine Beratungsstelle zu schaffen, weil sie Betroffenen helfen kann, den Gang ins Pflegeheim erst einmal zu vermeiden. Auch Grünen-Fraktionschef Johann-Georg Jaeger begrüßt das Vorhaben. Er weist darauf hin, dass die Anzahl der Pflegeplätze in Rostock in den vergangenen Jahren massiv zugenommen habe. Seine Fraktion will das Vorhaben jetzt prüfen und dabei Kosten, Aufwand und Finanzierungsmöglichkeiten im Blick haben.

Für den Vorsitzenden des Sozial- und Gesundheitsausschusses, Dr. Wolfgang Nitzsche (Linke), steht der Finanzierungsaspekt erst an zweiter Stelle. Der wichtigste Punkt aus seiner Sicht: "Der Bedarf an individueller Beratung in Rostock ist vorhanden. Dehalb sollten wir handeln. Wenn es beispielsweise um die Betreuung Demenzkranker geht oder auch wenn ambulante Pflege infrage kommt, macht sich ein zentraler Pflegestützpunkt bezahlt." Nitzsche betont, dass es dabei aber vor allem auf Neutralität ankomme. Auch Rolando Schadowski von der FDP-Fraktion fordert in erste Linie Unabhängigkeit von Interessen einzelner Pflegediensterbringer oder Kassen.

Nach Vorstellungen der SPD soll das Projekt spätestens im Frühjahr 2011 Wirklichkeit werden. Schließlich gebe es neben der Förderung durch das Sozialministerium auch bis zu 50 000 Euro Anschubfinanzierung vom Bund. Wenn Rostock davon profitieren will, muss das Geld bis spätestens Juni 2011 abgerufen werden. Der Vorsitzende im Gesundheitsausschuss Nitzsche hält eine Beteiligung der Stadt an den Kosten für sinnvoll. "Schließlich kann Rostock auch von vernünftiger und effizienter Beratung profitieren und Einsparungen erreichen", sagt er. Denn bei mittellosen Pflegefällen müsse ohnehin die Kommune einspringen.


Pflegestützpunkt soll nach Offenburg                                    (Quelle: Badische Zeitung 17.10.2010)

OFFENBURG 17.10.2010: Mit 480 betreuten Wohnungen in 17 Wohnanlagen sowie 661 Pflegeheimplätzen ist Offenburg laut Rainer Aalfeld gut aufgestellt. Das Augenmerk müsse verstärkt auf jene älteren Mitmenschen gerichtet werden, die im Bestand wohnen, so der Leiter des Seniorenbüros. Über 14 700 Männer und Frauen in Offenburg sind älter als 60 Jahre.

Eine 2006/2007 in Zusammenarbeit mit der Stadtentwicklung und der katholischen Hochschule Freiburg organisierten Studie ergab, dass vielen älteren Offenburgern zwar bewusst ist, ihre Wohnung nicht altersgerecht ausgestattet zu haben; doch die Handlungsbereitschaft lässt zu wünschen übrig – gerade bei denjenigen, die zur Miete wohnen. Aus den 526 Telefoninterviews mit älteren Menschen in der Kernstadt sowie in Waltersweier, Weier, Zell-Weierbach und Zunsweier ergab sich, dass ein Großteil der Befragten durchaus bereit sei, umzuziehen, aber im angestammten Quartier bleiben wolle, wo das Umfeld vertraut und eine entsprechende Infrastruktur vorhanden sei.

Bereits 2005 ließen sich Mitarbeiter des Seniorenbüros zu Wohnraumberatern schulen, unterstützt vom paritätischen Wohlfahrtsverband. Das Projekt startete 2006 – doch trotz intensiver Werbung habe es kaum Nachfrage gegeben, bedauert Aalfeld. Lediglich zehn Mal rückten die ehrenamtlichen Berater aus und empfahlen zum Beispiel einen Handlauf fürs Bad oder einen rutschhemmenden Unterleger für die Teppichböden. "Älter werden ist immer noch negativ besetzt", so Aalfeld. Die Probleme, die mit zunehmenden Jahren auf die Menschen zukämen, würden gerne verdrängt. Das Seniorenbüro mache sich seine Gedanken, wie es die ältere Generation noch besser erreichen könne. "Wir wollen ein Pool aufbauen und vor Ort präsent sein", sagt Aalfeld und denkt an Filialen in den Stadtteil- und Familienzentren sowie den Ortsverwaltungen, die das Seniorenbüro in der Kornstraße ergänzen könnten.


vzbv und Verbraucherzentralen stärken Verbraucherschutz in der Pflege      (Quelle: Finanztreff   18.10.2010)

Neues Projekt nimmt Verträge unter die Lupe, leistet individuellen Rat und bietet öffentliche Informationen an

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und die Verbraucherzentralen haben ein wegweisendes Projekt zur Umsetzung der Verbraucherrechte in der Pflege gestartet. In den kommenden Jahren werden die Verbände das Kleingedruckte in Verträgen von Alten- und Pflegeheimen unter die Lupe nehmen, bundesweit rechtlichen Rat in ausgewählten Pflegestützpunkten anbieten, Aktionstage durchführen und die Rechtslage bei Heim- und Pflegeverträgen in die Öffentlichkeit tragen. Möglich wurde das Projekt durch eine finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Der Startschuss erfolgte am 01.10.2010, das Projekt läuft bis
31.03.2013.

"Pflegebedürftige und ihre Familien sind oft überfordert - nicht weil es zu wenige Informationen gibt, sondern weil die notwendigen Informationen über die eigenen Rechte im Dickicht der Verträge schlicht nicht gefunden werden. Ich freue mich deshalb sehr, dass vzbv und Verbraucherzentralen mit ihrem Projekt mehr Licht in den Pflegedschungel bringen", betont Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. "Das Projekt hilft Betroffenen und Angehörigen, ihre rechtliche Situation zu erfassen und ihre Rechte besser wahrnehmen zu können", so vzbv-Vorstand Gerd Billen. "Es sorgt dafür, dass die Selbstbestimmung älterer Menschen im Pflegebereich gestärkt wird und die Anbieter von Unterkünften und Pflegedienstleistungen sich an neues Recht und Gesetz halten." Billen weiter: "Die Bewohner der Einrichtungen sind auch Kunden auf dem Markt der Pflegeangebote. Sie leisten einen beträchtlichen Kostenteil aus eigener Tasche und haben einen Anspruch auf qualitätsgesicherte Vertragsgestaltungen." Mit dem Projekt stärken der vzbv und die Verbraucherzentralen den Verbraucherschutz im Bereich der Pflege und Betreuung. Ziel ist es, dass die seit Mai 2010 verbindlichen Neuregelungen auch wirklich umgesetzt werden.

Grundlage ist das seit 1.10.2009 gültige Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz (WBVG), mit dem die Interessen der Nutzer und Nutzerinnen von Wohnangeboten im Alter, bei Pflegebedürftigkeit oder Behinderung gestärkt wurden. Ihre Rolle als Verbraucher und Verbraucherin wird betont: Erstmals werden klare vorvertragliche Informationspflichten definiert, die Rechtsverhältnisse nach Tod des Bewohners klargestellt und der Ausschluss der Pflicht, eine Leistungsanpassung anzubieten, transparent gemacht. Das neue Gesetz regelt vertragliche Erfordernisse im Bereich Wohnen für ältere, pflegebedürftige oder behinderte volljährige Menschen, wenn auch Betreuungs- und Pflegeleistungen erbracht werden. Somit gilt das WBVG - anders als das zuvor geltende Heimgesetz - nicht nur für Alten- und Pflegeheime, sondern auch für Pflegewohngemeinschaften und zum Teil auch für betreute Wohneinheiten.

Der Schwerpunkt des Projekts liegt in der Beratung der Verbraucher und Verbraucherinnen. Darüber hinaus erhalten Verbraucherinnen und Verbraucher in Verbraucherzentralen sowie in ausgewählten Pflegestützpunkten individuellen rechtlichen Rat zu abgeschlossenen Verträgen oder zu bevorstehenden Abschlüssen. Als weiterer Schwerpunkt des Projekts werden bestehende Verträge überprüft. Enthalten Verträge nach wie vor unangemessene Benachteiligungen für Betroffene, wird der vzbv juristisch gegen die Anbieter vorgehen und so auf die Umsetzung verbraucherfreundlicher Verträge drängen.


Beratung zur Pflege auch für jüngere Menschen               (Quelle: Wiesbadener Kurier   19.10.2010)

Hofheim 19.10.2010: Der Pflegestützpunkt Main-Taunus ist eröffnet worden. Dort gibt es Beratungen zu allen Fragen rund um das Thema Pflege. Außerdem sollen bereits bestehende Angebote koordiniert werden. Träger sind der Main-Taunus-Kreis und die Pflege- und Krankenkassen in Hessen - federführend vertreten durch die AOK Hessen. Hessenweit ist der Pflegestützpunkt Main-Taunus die sechste Einrichtung dieser Art.

„Die Aufbauarbeit ist geleistet, jetzt geht es richtig los“, erklärt der Erste Kreisbeigeordnete, der Sozialdezernent Hans-Jürgen Hielscher. Im Pflegestützpunkt arbeiten eine Mitarbeiterin des Kreises und ein Mitarbeiter der Kranken- und Pflegekassen. Der Fokus der Einrichtung liegt zunächst auf der neutralen Beratung von pflegebedürftigen älteren Menschen und ihren Angehörigen, es sollen aber auch jüngere Pflegebedürftige angesprochen werden. „Für sie gibt es bisher kein Beratungsangebot“, so Hielscher. Hinzu kommt die Vernetzung der Arbeit der kommunalen Seniorenberatungsstellen in den Städten und Gemeinden des Kreises. Dabei gilt es laut Hielscher auch, Versorgungslücken zu erkennen und zu benennen und entsprechende Lösungen zu entwickeln.

Gesetzlich verpflichtet

Grund für die Einrichtung des Pflegestützpunktes sei das Pflegeweiterentwicklungsgesetz, erklärt Rolf Schkölziger von den Landesverbänden der Pflegekassen. Demnach soll in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt mindestens ein Pflegestützpunkt eingerichtet werden. Einer entsprechenden Rahmenvereinbarung zwischen den Landesverbänden der Pflege- und Krankenkassen und den kommunalen Spitzenverbänden ist der Main-Taunus-Kreis im vergangenen Jahr beigetreten. „Gemeinsam mit den Kranken- und Pflegekassen wird der Kreis damit seiner Verantwortung gerecht, geeignete Beratungsstrukturen vorzuhalten“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete. Der Pflegestützpunkt Main-Taunus-Kreis befindet sich im Landratsamt in Hofheim, Am Kreishaus1-5, 65719 Hofheim. Die Ansprechpartner sind Sina Härting und Markus Krugmeister. Sie sind zu folgenden Zeiten unter 06192/ 201-1989 und -1990 erreichbar: Montag, Mittwoch und Freitag von 9 Uhr bis 12 Uhr und Donnerstag von 15 Uhr bis 17.30 Uhr. Außerdem kann man sich per Email an sie wenden (Pflegestuetzpunkt@mtk.org).


Neuer Pflegestützpunkt des Rheingau-Taunus-Kreises im Landratsamt in Bad Schwalbach eingerichtet

Bad Schwalbach 26.10.2010: Sei es die Anschaffung eines Rollators oder juristische Fragen rund um Pflegestufen: Die Bürger im Rheingau-Taunus haben seit Mitte Oktober eine neue Anlaufstelle, bei der sie kostenlose und unabhängige Ratschläge erhalten können. Der Kreis und die Pflegekassen, federführend vertreten durch die IKK classic, haben einen Pflegestützpunkt eingerichtet.

Eine „neutrale Informationszentrale“ nennt die Erste Kreisbeigeordnete Jutta Nothacker (CDU) die Einrichtung im Kreishaus in Bad Schwalbach, die am Dienstag, 2. November, offiziell eingeweiht wird. Der Rheingau-Taunus ist hessenweit einer der Vorreiter und hat den sechsten von geplanten 26 Pflegestützpunkten im Land eröffnet.

Kreis und Kassen stellen als Kooperationspartner jeweils das Personal für eine Vollzeitstelle. Von Seiten der öffentlichen Hand ist Jürgen Aurand hauptsächlich für die Koordination zuständig. Petra Nägler-Daniel von den Kassen kümmert sich stärker um fachspezifische Beratung zur Pflege. Wichtig sei, dass keine „Doppel- und Dreifach-Strukturen entstehen“, erklärt Kreis-Fachdienstleiterin Andrea Horne. „Wir arbeiten jetzt an der Feinabstimmung“, berichten Aurand und Nägler-Daniel. Vor allem wollen sie den Ratsuchenden alle hilfreichen Versorgungsangebote aufzeigen. Die werden vor allem relevant sein, wenn sich Pflegebedürftige und ihre Angehörigen entscheiden müssen, ob der Wechsel in ein Heim vermieden werden kann und es möglich ist, dass die Betroffenen weiter in ihrer vertrauten Wohnung leben können. „Geld spielt auch eine Rolle“, ergänzt Horne. Leistungen der Pflegeversicherung, die Einordnung in Pflegestufen oder Umbauten, die ein Haus barrierefrei machen, sind Themen für den Stützpunkt. „Es wird bei der Antragstellung geholfen“, sagt Sabine Söngen von der IKK. Bürger sollen ihre Anliegen gebündelt vorbringen können und nicht gleich mehrere Stellen kontaktieren müssen.

Außerdem gibt es außer in Bad Schwalbach monatliche Sprechstunden in Idstein und Rüdesheim. Söngen wünscht sich, dass von der anderen Seite die „Leistungserbringer“ auf den Pflegestützpunkt zukommen. Eine weitreichende Vernetzung ist das Ziel. Das Spektrum der Anbieter reicht vom Seniorenberater über „Essen auf Rädern“ und Betreutem Wohnen bis zu professionellen Pflegediensten und Hospiz-Initiativen. Aurand will ebenso das Ehrenamt, etwa in Vereinen der Nachbarschafts- und Generationenhilfe einbeziehen. Demenzkranke und ihre Verwandten sind wichtige Zielgruppe.

Genauso steht der Pflegestützpunkt aber jüngeren behinderten Leuten offen, die oft „dramatischere Schicksale“ zu bewältigen hätten und weniger vorbereitet seien. Die Kosten für all dies teilen sich Kreis und Kassen paritätisch. Söngen rechnet damit, dass der Stützpunkt im ersten Jahr insgesamt 175 000 Euro kosten könnte - Erstanschaffungen inklusive, so dass der Wert später sinken dürfte.
(Quelle: Wiesbadener Kurier 26.10.2010)


Pflege in Nordfriesland - Alle Hilfen aus einer Hand                  (Quelle: Husumer Nachrichten   26.10.2010)

Husum 26.10.2010: Der lang angekündigte Pflegestützpunkt des Kreises Nordfriesland und der Pflegekassen ist eingerichtet worden. Nun stellten sich die drei Mitarbeiterinnen bei einer Veranstaltung "Umgang mit Demenz" der Öffentlichkeit vor.

Einführend sprach Kreispräsident Albert Pahl im Kreishaus: "Es ist ein Thema, das uns alle angeht, denn wir wollen alle alt werden. Es darf nicht heißen: Alt und krank, ab ins Heim", wies Pahl auf die allgemeine Tendenz hin, hilfsbedürftige Menschen möglichst lange zu Hause und ambulant zu pflegen. In zehn Jahren seien 30 Prozent der Menschen 60 Jahre und älter. "Aufgrund der ständig steigenden Lebenserwartung wissen wir, dass sich die Gebrechen einstellen und die Zahl der Demenzkranken steigt."

Keine Konkurrenz, sondern ein weiteres Angebot

Die beiden Bereichsleiterinnen der Kreisverwaltung, Dr. Gabriele Lamers (Soziales und Senioren) und Stephanie Ladwig (Recht und Gesundheit), stellten das Netzwerk des Pflegestützpunkts vor. Daraus ergeben sich die Aspekte, die in der individuellen Beratung angesprochen werden können. Themen und Institutionen sind neben anderen der Sozialpsychiatrische Dienst, die Behindertenberatung, medizinische Zentren, Sozialzentren, Betreuungsamt, Kreisseniorenbeirat, Jugend- und Pflegehilfenetzwerk, Pflegedienste, Freizeiteinrichtungen, Hospiz und der Hausnotruf. Ziel sei es, sagte Lamers, das Netzwerk zu koordinieren und weiterzuentwickeln. Mit Blick auf die Leistungsanbieter, die auch beratend tätig sind, betonte sie: "Der Pflegestützpunkt stellt keine Konkurrenz zu den bestehenden Diensten dar, sondern ist ein Angebot, das Netzwerk auszubauen und den Herausforderungen des demografischen Wandels begegnen zu können."

Die Berater

Die Moderation der zweistündigen Veranstaltung hatte Angelika Lies übernommen. Die frühere Leiterin der Elternschule arbeitet seit September für den Pflegestützpunkt. Ihre Kolleginnen sind die Altenpflegerin und Pflegedienstleiterin Ulrike Petersen aus dem Gesundheitsamt, die seit Juli dabei ist, und die Verwaltungsassistentin Marion Schlühr. Die Frauen teilen sich zweieinhalb Stellen. In der Beratung werden außerdem Angelica Lorenzen und Heiko Pagel arbeiten.

Seminar-Angebote

Nach den bisher entstandenen Bausteinen wie den Anlaufstellen in den sieben Sozialzentren, dem Familienrat und dem begonnenen Aufbau des Netzwerks "Umgang mit Demenz" wollen die Mitarbeiterinnen nun Multiplikatoren für das Thema "Demenz" ausbilden lassen. In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Husum wird es vom 15. bis 19. November ein Seminar an der Nordsee-Akademie in Leck geben. Dozentin Barbara Schneider gab einen inhaltlichen Überblick: Die künftigen Multiplikatoren werden etwas über den Umgang mit demenzkranken Menschen erfahren, wie deren Angehörige entlastet werden können, aber auch rechtliche und medizinische Vorgaben kennenlernen. Die Teilnahme ist kostenfrei und ohne Verpflichtung. Multiplikatoren, die anschließend ihr Wissen in Seminaren weitergeben, werden für ihre Tätigkeit entschädigt. Die nächste Schulung Ende Januar 2011 soll auch als Bildungsurlaub gelten. Telefonische Anmeldung mit der Nummer 04841/67555.

Kontakt:

Termine für eine Pflegeberatung werden mit der Nummer 04841/897031 vereinbart. Ulrike Petersen berät zu Hause. Dienstags ist sie von 8.30 bis 12 Uhr in Niebüll, Hauptstraße 87, zu erreichen. Die Koordinatorinnen Angelika Lies und Marion Schlühr arbeiten im Kreishaus, Marktstraße 6, in Husum, Telefon 04841/67555 und 67548. E-Mail: pflegestuetzpunkt@nordfriesland.de. Informationen auf www.pflege.schleswig-holstein.de.


zur Seite News zurück  5


Wir über uns      Impressum/AGB’s       Kontakt                            Werbung + Referenzen         Formate + Preise          Karriere         Presse   

© Copyright 2009 by pflegestützpunke-online.de


AAT-PLANEO Treppenlift

S