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>> - NEWS - >> Archiv April 2010

aktualisiert 21.05.2012

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Kompromissvorschlag für Pflegestützpunkt                               (Quelle: Delmenhorster Kreisblatt 05.04.2010)

Wildeshausen 05.04.2010 - Am Ende stand der Kompromiss. Im Landkreis Oldenburg wird zum nächstmöglichen Zeitpunkt ein Pflegestützpunkt eingerichtet. Das Entscheidende:. Er wird zwei Standorte haben – in Wildeshausen und in Ganderkesee. Darauf hat sich am Dienstagabend der Sozial- und Gesundheitsausschuss in seiner bereits dritten Sitzung zu diesem Thema mit großer Mehrheit geeinigt und damit den monatelangen Streit um die Ansiedlung der Einrichtung beendet.

Die Pflegeberatung durch den Stützpunkt soll danach an mindestens zwei Tagen in der Woche in der Gemeinde Ganderkesee erfolgen. Die Frage des Standortes und des verabredeten Konzeptes soll nach zwei Jahren überprüft werden. Außerdem sollen auch in den übrigen Gemeinden des Landkreises Sprechstunden in Pflegeangelegenheiten angeboten werden.. Das ist ein Kompromiss, den wir voll mittragen können, weil er sowohl dem Bevölkerungsschwerpunkt in Ganderkesee als auch der Forderung nach der Vernetzung mit kreiseigenen Einrichtungen in Wildeshausen gerecht wird“, kommentiert Hans Sperveslage, Vorsitzender des Kreisbehindertenrates, den Beschlussvorschlag.

Die Gemeinde Ganderkesee will sich zwar finanziell nicht direkt beteiligen, jedoch einen Büroraum und die entsprechende Technik zur Verfügung stellen. Deshalb ist zurzeit noch offen, ob der Pflegestützpunkt im Rathaus oder im Jobcenter in Bookholzberg angesiedelt werden wird. Sperveslage dankt zudem der Kreisverwaltung, die jährlich 79.000 Euro aus der Kreiskasse für den Pflegestützpunkt bereitstellen wird. Gleichzeitig übt er Kritik an der Landesregierung, die einen Teil der Kosten für die Einrichtung auf die Kommunen abwälze.


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Ab sofort drei neue Pflegestützpunkte im Kreis Herford                   (Quelle: Neue Westfälische Zeitung 09.04.2010)

Kreis Herford 09.04.2010: Wer mit einem Pflegefall in der Familie konfrontiert wird, hat viele Fragen: Welche Formulare muss ich ausfüllen? Wo gibt es finanzielle Unterstützung? Was muss ich beachten? Wer hilft bei Problemen? Ab sofort gibt es zentrale Anlaufstellen im Kreis Herford, die in allen Fragen Hilfe und Antwort geben wollen.

Errichtet werden die so genannten Pflegestützpunkte in Herford und Bünde, Träger sind die Kranken- / Pflegekassen sowie die Kommunen des Kreises Herford. Man schaffe "ein Angebot an alle Bürger, in allen Pflegefragen beraten zu werden", erklärt Dietrich Kartelmeier von der AOK. Wo Ratsuchende versichert sind, spielt keine Rolle.  .. Neben ausgebildeten Mitarbeiter der Pflegekassen (AOK, KBB Herford-Minden-Ravensberg, Signal-Iduna IKK) sind auch Mitarbeiter der Städte und Gemeinden vertreten: "Hier werden Kompetenzen gebündelt und bedarfsgerecht an den Mann oder die Frau gebracht", lobte Landrat Christian Manz die neuen Pflegestützpunkte, die Anfang April ihre Arbeit aufgenommen haben.

Das Ziel der Einrichtungen beschreibt Anke Seiser, Pflegeberaterin bei der AOK: "Wir wollen die Betroffenen und die Angehörigen möglichst schnell mit Informationen versorgen sind ihnen einen Weg zeigen, wie sie mit der neuen Situation umgehen können." Man berate zu allen Leistungen der Pflege- und Sozialhilfe, wie bei Fragen der Finanzierung der Pflege, beim Ausfüllen von Anträgen oder auch bei der Suche nach einem geeigneten Heimplatz", ergänzt Andrea Husemann von der Signal-Iduna IKK.

"Die trägerübergreifende und neutrale Beratung ist kostenlos für die Ratsuchenden", heißt es in einer Mitteilung. Bisher mussten unter anderem bei Anträgen zur Hilfe unterschiedliche Stellen im Kreis Herford aufgesucht werden, darunter Kranken- und Pflegekassen oder die Sozialämter. In den drei neuen Pflegestützpunkten gibt es alle Informationen und Unterstützungsangebote an einem Ort: "Das stellt eine deutliche Verbesserung der lokalen Beratungssituation dar", meinen die Verantwortlichen.

Die drei Einrichtungen werden zunächst bis Ende des Jahres getestet. Ob das Projekt darüber hinaus fortgesetzt wird, ist noch nicht klar.


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Bremer Pflegestützpunkte sollen bekannter werden           (Quelle: radio bremen 12.04.2010)

Bremen 12.04.2010 - Die Bremer Gesundheitsbehörde will die Pflegestützpunkte im Land Bremen bekannter machen. In Zukunft sollen die Beratungsstellen zum Beispiel stärker mit Sozialdiensten in Krankenhäusern zusammenarbeiten. Eine aktuelle Auswertung hatte ergeben, dass viele Betroffene die drei Beratungsstellen in Bremen-Nord, Bremerhaven und Bremen-Stadt noch nicht kennen. In Land Bremen haben sich seit der Gründung vor einem Jahr fast 2.800 Menschen von Fachleuten in den Pflegestützpunkten beraten lassen. Die meisten Besucher waren Angehörige von Pflegebedürftigen. Anlaufstellen für umfassende Beratung

Häufig waren es nur kurze Beratungsgespräche darüber, wo Anträge abgegeben werden müssen. Nur jede vierte Angehörige informierte sich ausführlich darüber, wie genau die Versorgung der pflegebedürftigen Person aussehen könnte. Das ist nach Ansicht der Sprecherin der Gesundheitsbehörde, Petra Kodré, zu wenig. "Bei uns tauchen Beispiele auf, wo Leute sagen, wir bräuchten eigentlich eine Beratung. Dann sagen wir, wir haben das, es gibt die Pflegestützpunkte. Und dann sind die ganz verwundert und sagen, hätten wir das gewusst, wären wir da schon früher hingegangen. Daran sieht man, dass es noch bekannter werden muss."

Angehörige sollen direkt befragt werden

Bis Endes des Jahres 2010 will die Behörde Angehörige von Pflegebedürftigen persönlich befragen, um herauszufinden, ob und wie man die Beratungsstellen noch verbessern kann. Die Pflegestützpunkte werden vom Land mit 75.000 Euro jährlich finanziert. Den Rest zahlen der Bund und die Krankenkassen.


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CDU befürwortet den Pflegestützpunkt im Kreishaus von Ganderkesee     (Delmenhorster Kreisblatt 12.04.2010)

Landkreis Oldenburg 12.04.2010:  Aus Sicht der CDU-Kreistagsfraktion sind „aller guten Dinge drei“ – und so hoffen die Christdemokraten, dass es heute im Sozial- und Gesundheitsausschuss desLandkreises (17 Uhr öffentlich im Kreishaus) anlässlich der dritten Beratung über die Einrichtung eines Pflegestützpunktes „endlich zu einem Beschluss und dementsprechend zur Umsetzung dieser notwendigen Beratungseinrichtung kommt“.
CDU-Fraktion und die Kreisverwaltung hatten in den vorangegangenen Fachausschusssitzungen mit Nachdruck für die Einrichtung dieser Stelle im Kreishaus plädiert. „Der Bundesgesetzgeber sieht nämlich für die Pflegestützpunkte vor, dass die Landkreise als Träger der Sozialhilfe alle für die wohnortnahe Versorgung und Betreuung in Betracht kommenden Hilfe- und Unterstützungsangebote koordinieren“, erklärt die sozialpolitische Sprecherin Linda Vietor für die CDU. Die CDU-Fraktion ist nach wie vor der Auffassung, diese Koordinierungsstelle sei am effektivsten in der Kreisverwaltung räumlich und funktional eingebunden, so Vietor..Die notwendige Zusammenarbeit mit den Vernetzungspartnern wie Pflege- und Krankenkassen, Leistungsanbietern der ambulanten, teilstationären und stationären Pflege, Sozialhilfeträgern, Gesundheitsamt, Betreuungsstelle und anderen sei hier aus der bisherigen langjährigen Zusammenarbeit bereits gegeben.

Die CDU-Fraktion befürwortet aus diesem Grund nach wie vor die Einrichtung des Pflegestützpunktes in der Kreisverwaltung. „Wir können uns aber dennoch durchaus dem Vorschlag der Kreisverwaltung anschließen, Beratungstage in Ganderkesee einzurichten“, sagt CDU-Fraktionschef Hans Hubmann. „Wir sind dann allerdings der Auffassung, dass auch in allen übrigen Gemeinden im Sinne der Gleichbehandlung zum Wohle der älteren Mitbürger und Mitbürgerinnen dieser Service vor Ort angeboten werden muss.“


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14. Pflegestützpunkt in Brandenburg eröffnet           (Quelle: Märkische Oderzeitung   13.04.2010)

Bernau/Eberswalde 13.04.2010: Ein Pflegestützpunkt wurde gestern im Eberswalder Paul-Wunderlich-Haus eröffnet. Es ist der 14. im Land Brandenburg. Das Beratungsangebot richtet sich an Pflegebedürftige und deren Angehörige. Der amtierende Landrat Carsten Bockhardt sowie Gerlinde König, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der AOK Berlin-Brandenburg, haben im Beisein von Minister Günter Baaske eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Demnach teilen sich Kreis, Krankenkasse sowie Pflegeversicherung die Kosten für den Service.

Eigentlich wünsche sich jeder, dass er ihn nicht braucht, den Pflegestützpunkt, sagte Bockhardt. Doch die Realität sehe anders aus. Derzeit leben im Barnim mehr als 7200 Pflegebedürftige. Davon knapp ein Viertel in Heimen. Das Gros aber werde zu Hause betreut. Gerade dort gewinnen Organisation und Beratung an Bedeutung, so Bockhardt..Der Bedarf sei da, versichert Joachim Klein, Vorsitzender des Kreisseniorenbeirates. Wichtig sei, dass in diesem Stützpunkt "eine unabhängige Beratung" angeboten werde. Gerlinde König vom AOK-Vorstand wiederum mahnt, sich rechtzeitig Gedanken um das Thema Pflege zu machen. Man sollte "darüber in der Familie reden, solange man noch fit ist".

Während das Land Brandenburg die Anschubfinanzierung für den Pflegestützpunkt in Höhe von 40 000 Euro geleistet hat, teilen sich Kreis, AOK und Pflegeversicherung die Kosten für den laufenden Betrieb. Das Büro im Paul-Wunderlich-Haus stellt der Landkreis. Ebenso wie vier Beraterinnen, die sich abwechseln: Tanja Zwicker, Elke Freier, Karin Loibel und Karola Thieme vom Grundsicherungsamt. Zum Team gehört ferner Erika Zielke von der AOK. Bei Bedarf absolvieren die Beraterinnen auch Hausbesuche. Der Service ist für die Ratsuchenden kostenlos. Informationen gibt es nicht nur zur Pflege selbst, sondern auch zu Hilfen im Haushalt, wie "Essen auf Rädern", dem altersgerechten Umbau der Wohnung oder der Vermittlung von Selbsthilfegruppen.

Und die Anforderungen an die häuslichen Pflege werden weiter steigen. Zwar seien viele Senioren heute fitter als früher. Mit wachsender Lebenserwartung nehme aber andererseits auch die Pflegebedürftigkeit zu. Keine Altersgruppe wächst derzeit so stark wie die der über 80-Jährigen, heißt es bei der Eröffnung. Deshalb stelle sich der Kreis seiner Verantwortung und richte gemeinsam mit der Krankenkasse AOK den Pflegestützpunkt ein.

"Wir werden auf alle Fälle für viel Publikum sorgen", versichert denn auch Joachim Klein, Vorsitzender des Kreisseniorenbeirates, sogleich. Der Bedarf sei da. Wichtig sei für die Ratsuchenden vor allem, dass in diesem Stützpunkt "eine unabhängige Beratung" angeboten wird. Christel Pigorsch aus Niederfinow, ebenfalls Mitglied im Kreisseniorenbeirat, bekräftigt später: "Viele wissen in der Tat nicht, wohin sie sich im Pflegefall wenden müssen, wer die Ansprechpartner sind." Hinzu kämen die finanziellen Fragen. Natürlich gebe es "schöne Seniorenresidenzen" und gute Pflegedienste im Barnim. Aber nicht alle Bedürftigen können sich diese leisten. "Und viele wollen verständlicherweise auch nicht ihren Kindern auf der Tasche liegen", weiß Pigorsch um die Sorgen der Senioren.

Gerlinde König vom AOK-Vorstand wiederum mahnt, sich rechtzeitig Gedanken um das Thema Pflege zu machen. Man sollte "darüber in der Familie reden, solange man noch fit ist" und nicht erst wenn der Fall akut ist. Die Palette der Angebote sei groß. "Auch zwischen Pflegeheim und häuslicher Pflege gibt es etliche Möglichkeiten." Dazu gehören ebenso spezielle Offerten zur Entlastung pflegender Angehörigen, sagt König im Wissen um die Praxis, zu der oft eben Überlastung und auch Gewalt bei der Pflege gehören.

Sozialminister Günter Baaske (SPD), der Brandenburg bundesweit als Vorreiter bei der Einrichtung von Pflegestützpunkten sieht, nutzt die Chance, um die Attraktivität des Pflegeberufes zu preisen. "Es ist ein sicherer und gut bezahlter Beruf", sagt er. Mit Blick auf den Fachkräftemangel müssten alle Partner Anstrengungen unternehmen, um junge Leute für diese Branche zu begeistern. Eine gute Möglichkeit dazu, so Baaske, biete der Zukunftstag am 22. April.

Pflegestützpunkt Eberswalde: Paul-Wunderlich-Haus, Haus C, 1. Etage, Sprechzeiten dienstags von 9 bis 18 Uhr sowie donnerstags von 9 bis 16 Uhr, Tel. 03334 2141140 oder 2141141 (Termine nach tel. Vereinbarung auch außerhalb der Öffnungszeiten)


 

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Nur wenige kennen Recht auf Pflegezeit                                            (Quelle: sueddeutsche.de   20.04.2010)

München 20.04.2010 - Viele Deutsche wissen nicht, dass sie sich für die Pflege von Angehörigen unbezahlt freinehmen dürfen. Das geht aus einer vom Institut für Sozialmedizin der Charité in Berlin durchgeführten Umfrage unter Mitgliedern der privaten Krankenversicherung hervor. Demnach kannten 55 Prozent der Befragten die sogenannte Pflegezeit nicht. Diese war von der Großen Koalition mit der Pflegereform 2008 eingeführt worden. Sie gibt Arbeitnehmern, die etwa einen gebrechlichen Vater oder eine demente Großmutter betreuen, die Möglichkeit, hierfür bis zu sechs Monate aus dem Beruf auszusteigen und trotzdem weiter versichert zu bleiben.Gleichzeitig verlassen sich aber gerade ältere Menschen offenbar nach wie vor darauf, dass sich ihre Angehörigen im Alter um sie kümmern. Die vom Verband der privaten Krankenversicherung in Auftrag gegebene Umfrage richtete sich an Versicherte über 40 Jahre. Versicherte ab dem Alter von 60 Jahren waren überproportional vertreten. Die große Mehrheit der Befragten (79 Prozent) vertrat die Auffassung, dass Familienangehörige ihren Beitrag zur Pflege zu leisten hätten und sich darin von professionellen Kräften unterstützen lassen sollten. Viele wünschten sich zudem, dass ihr Lebenspartner sie pflegt (77 Prozent). Das Pflegeheim bleibt für viele dagegen nur die Notlösung. Lediglich neun Prozent können sich vorstellen, im Heim zu leben. Frauen ziehen diese Möglichkeit etwas öfter in Betracht als Männer.

"Die Umfrage zeigt, dass auch sehr alte Menschen, ihre Autonomie vehement verteidigen", sagt die Direktorin des Instituts für Sozialmedizin, Adelheid Kuhlmey. "Wir müssen darauf eingehen und die Hilfe dahin bringen, wo die Menschen sein wollen." Die Diskussion über Mehrgenerationenhäuser und Alten-WGs gehe an den Wünschen vieler Menschen vorbei. Für die Studie hatte das Institut 200 000 Privatversicherte angeschrieben und über 6000 Antwortschreiben ausgewertet.


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Erster Pflegestützpunkt im Enzkreis geht in Mühlacker an den Start    (Quelle: Pforzheimer Zeitung 20.04.2010)

MÜHLACKER 20.04.2010: Pflegefall und jetzt? Eike Fundinger weiß Rat. Die gelernte Krankenschwester baut in Mühlacker den ersten Pflegestützpunkt im Enzkreis auf, um Betroffenen das Zurechtfinden im Pflege-Dschungel zu erleichtern.
Eike Fundinger muss das Rad nicht neu erfinden. Seit zwei Jahren arbeitet die 44-Jährige in der Beratungsstelle für Hilfen im Alter für den Bereich Mühlacker/Ötisheim. Die baut sie nun zum ersten Pflegestützpunkt im Enzkreis um. Ein Unterschied: Vorher war sie für Menschen über 60 Jahre zuständig. „Jetzt sind es alle“, so Fundinger, vom pflegebedürftigen Kleinkind über den durch eine Krebserkrankung betroffenen Erwachsenen bis zum Greis.
Ansprechpartner nennen
Ob Wohnungsumbau oder Einstufung in die Pflegeversicherung – die gelernte Krankenschwester, die ein Sozialwirtschaftsstudium für Gesundheitswesen absolviert hat, weiß, wann der Hilfesuchende nur Tipps oder eine Telefonnummer braucht, wann sie selbst weitere Schritte in die Wege leiten muss, oder wo es Hilfe gibt. „Wichtig sind Kooperationspartner wie Pflegekassen oder Tagesstätten“, sagt die zweifache Mutter. Viele scheuten den Weg in die Beratungsstelle, 90 Prozent ihrer Beratungstätigkeit seien Hausbesuche. So kann sich die Königsbacherin ein Bild machen, ob vielleicht schon ein Badewannenlift Erleichterung bringt oder mehr – auch finanzielle – Hilfsangebote greifen müssen. Aus ihrer Erfahrung weiß sie, dass viele ihre Notlage nicht mitteilen. „Oft kommen die Leute zu spät, wenn der Strom schon abgestellt ist oder die Räumungsklage droht“, sagt Eike Fundinger. Seit sie 2008 angefangen hat, hat sich die Zahl der Betreuten im Raum Mühlacker/Ötisheim verdoppelt. 250 Ratsuchende hat sie 2009 betreut. Der Pflegestützpunkt soll personell „baldmöglichst“ (Landrat Karl Röckinger) durch eine weitere Teilzeitstelle auf 100 Prozent aufgestockt werden. In Ulm wurde bereits eine Anlaufstelle eröffnet. Von ihrer Kollegin dort weiß Eike Fundinger, dass sich die Hilfesuchenden „die Klinke in die Hand geben“.


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Jettingen erhält Pflegestützpunkt Oberes Gäu     (Quelle: schwarzwaelder-bote   22.04.2010)

Jettingen 22.04.2010: Von einem Glücksfall für Jettingen sprach Bürgermeister Hans Michael Burkhardt im Gemeinderat angesichts des einstimmigen Beschlusses, den Pflegestützpunkt für das Obere Gäu in Jettingen anzusiedeln, in ungenutzten Räumen des Franziska-von-Hohenheim-Stiftes. Bei den Pflegestützpunkten (PSP) – 50 im Land, einer pro Kreis – handelt es sich um Einrichtungen, die der Anspruch auf sozialrechtliche Pflegeberatung nach sich zieht.

Zwei halbe Stellen – eine pflegerische und eine kaufmännische Fachkraft aus dem sozialversicherungsrechtlichen Bereich – ergeben eine volle. So wird das ganze Feld abgedeckt. Zum Jahresende soll die Arbeit aufgenommen werden.Die PSP helfen unter anderem mit aufsuchender Arbeit etwa bei der Entscheidung, wann ein Angehöriger in ein Pflegeheim sollte, ob eine Entlastung für die häusliche Pflege erfolgen kann oder bei Fragen zur Finanzierung durch Kranken- oder Pflegekassen oder das Sozialamt.

Kreis-Sozialdezernent Alfred Schmid hatte empfohlen, den PSP im Oberen Gäu anzusiedeln, da der Gemeindeverwaltungsverband GVV Oberes Gäu mit den Gemeinden Bondorf, Gäufelden, Mötzingen und Jettingen der größte Bereich – 26 500 Einwohner – ohne ähnliche Anlaufstelle sei.

Die PSP sind Lotsen durch das Angebot zum Thema Pflegebedürftigkeit. Sie werden mit vorhandenen Anlauf- und Beratungsstellen jeglicher Art, auch ehrenamtlicher Organisationen, netzwerken. Hier laufen alle Informationen über medizinische, pflegerische und soziale Versorgungs- und Bereuungsangebote zusammen und werden bedarfsgerecht weitervermittelt.

Zur Finanzierung stehen aus dem Ausgleichsfonds der Pflegeversicherung 45 000 Euro zur Verfügung, einmalig um 5000 Euro zu erhöhen, wo nachweislich und nachhaltig ehrenamtliche Netzwerkpartner eingebunden werden. Trägerorgane sind vertragsgemäß Kranken- und Pflegekassen sowie Kommunen. Von den Kassen kann eine anteilige Kostenerstattung bis zu 80 000 Euro pro Jahr erfolgen. Auch ist keine Befristung vorgesehen. Es handle sich nicht um eine bloße Anschubfinanzierung, so der Bürgermeister.

»Dieses neue Konzept entlastet die Sozial- und Diakoniestationen stark«, so Burkhardt. Geprüft und genehmigt werden die PSP von der Landesarbeitsgemeinschaft Pflegestützpunkte. Angesichts gedrittelter Kosten und des zu erwartenden Vorteils durch die Einrichtung vor Ort, wurde man sich im Rat schnell einig, den Vertrag auf den Weg zu bringen.


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Kreis richtet in Bad Krozingen einen Pflegestützpunkt ein

BAD KROZINGEN/LANDKREIS BREISGAU-HOCHSCHWARZWALD 23.04.2010: Wenn weiter alles glatt läuft, hat der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald ab Juli seinen "Pflegestützpunkt".Auf der Grundlage des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes hat die Landesregierung entschieden, dass in jedem Stadt- und Landkreis eine solche Anlaufstelle eingerichtet wird. Im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald geschieht das nun in Bad Krozingen – indem die dortige Beratungsstelle umgewandelt und ausgebaut wird.

Ein entsprechender Bericht wurde dem Sozial- und Krankenhausausschuss des Kreistags in dessen jüngster Sitzung vorgelegt.Was spricht gerade für Bad Krozingen? Zum Beispiel, dass die Stadt mit 16 585 Einwohnerinnen und Einwohnern im bevölkerungsreichsten Einzugsbereich des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald liegt. Zum Bereich "Sozialstation Südlicher Breisgau" gehören neben Bad Krozingen die Städte Ballrechten-Dottingen, Eschbach, Hartheim, Heitersheim, Münstertal und Staufen, insgesamt leben dort 44.695 Menschen, das sind knapp 18 Prozent der Landkreis-Bevölkerung.

Und: Mehr als 20 Prozent der Menschen über 65 Jahren, die im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald zu Hause sind, leben in diesem Einzugsbereich. Hier gibt’s dementsprechend auch die meisten Pflegebedürftigen und Menschen mit Demenz.

Doch das Thema Pflege ist im gesamten Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald hochaktuell: Von den mehr als 250.000 Menschen, die im Landkreis leben, sind knapp 50000 der 65 Jahre alt, mehr als 5000 brauchen Pflege 2,1 Prozent der Bevölkerung. Nach Prognosen wird diese Zahl der Pflegebedürftigen bis zum Jahr 2020 um gut 50 Prozent zunehmen bei dieser Entwicklung steht der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald landesweit an dritter Stelle. Bisher werden rund zwei Drittel der Menschen zu Hause gepflegt, bei 36 Prozent ganz ohne Hilfe von Fachkräften. Durchschnittlich dauert häusliche Pflege 8,2 Jahre, oft zwingt sie pflegende Angehörige, ihren Beruf aufzugeben oder einzuschränken, nicht selten erkranken sie durch die grossen Belastungen selbst körperlich oder psychisch. Was tun? Nach Einschätzung der Verwaltung hatte der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald auch ohne Pflegestützpunkt bereits ein gutes Netz für Pflegende, vor allem wegen der sieben Beratungsstellen für ältere Menschen und ihre Angehörigen, die flächendeckend verteilt sind.

Die sieben Beratungsstellen für ältere Menschen bleiben bestehen

Sie trotz des neuen Pflegestützpunkts zu erhalten, war von Anfang an ein klares Ziel des Kreistags. Bisher arbeiten dort acht Fachkräfte mit 3,8 Vollzeitstellen. Durch den Pflegestützpunkt kommt nun eine Vollzeitstelle dazu, die sich zwei Fachkräfte teilen. Der Pflegestützpunkt soll die Beratungsstellen koordinieren, vernetzen und weiterentwickeln und eine Anlaufstelle für alle Fragen rund ums Thema Pflege sein. Träger werden die Stadt Bad Krozingen und die Kranken- und Pflegekassen – je zu einem Drittel.

Sie beteiligen sich an der Finanzierung mit je 26.666 Euro, wobei den Anteil Bad Krozingens auch die anderen Städte des Einzugsbereichs "Sozialstation Südlicher Breisgau" mittragen. Dazu kommen eine Anschubfinanzierung über 45.000 Euro und weitere 5000 Euro zur Einbindung von Ehrenamts- und Selbsthilfestrukturen aus Bundesmitteln.

Wird dieser Anschubfinanzierung weitere Unterstützung auf Bundesebene folgen? Diese Frage beschäftigte Kreisrätinnen und Kreisräte aller Fraktionen in der Ausschusssitzung. FDP-Gesundheitsminster Philipp Rösler habe das bereits abgelehnt, sagte SPD-Kreisrätin Ellen Brinkmann. Aber auch die gesamte Finanzierung der Pflegestützpunkte mit Beteiligung der Pflege- und Krankenkassen ist langfristig nicht abgesichert, bilanzierte Sozialdezernentin Eva-Maria Münzer: Doch jetzt schon darüber zu diskutieren, wie es auf lange Sicht weitergeht, sei schwierig.


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Haßfurt bündelt Ärztekompetenz            (Quelle: infranken.de   25.04.2010)

Haßfurt 25.04.10 - Medizinische Versorgung Am Kreiskrankenhaus in Haßfurt wurde das zweite Versorgungszentrum eröffnet. Hier finden sich nicht Mediziner verschiedener Fachgebiete,sondern bald die Kinderschutzstelle und wohl auch ein Pflegestützpunkt.

Rund 1,9 Millionen Euro hat das Ärztehaus II am Krankenhaus in Haßfurt inklusive der Außenanlagen gekostet. Am Samstag fand die Einweihung des Gebäudes statt, in dem Ärzte, Hebammen, Therapeuten, ein Sanitätshaus und eine Sparkassenfiliale untergebracht sind. Noch heuer wird dort auch die Koordinierende Kinderschutzstelle des Jugendamts eröffnet.Pflegestützpunkt?

Wenn die Gespräche mit dem Freistaat Bayern erfolgreich verlaufen, kann außerdem einer der ersten von 60 Pflegestützpunkten in Bayern eingerichtet werden. In diesem Stützpunkt, so Landrat Rudolf Handwerker bei der Einweihungsfeier, sollen künftig die Pflegekassen, die Angehörigenfachberatungsstellen der Caritas, der Diakonie und des Bayerischen Roten Kreuzes sowie der Landkreis als Träger der Sozialhilfe zusammen arbeiten. "Das Ärztehaus wäre der richtige Standort für eine neutrale und kompetente Beratung von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen", erklärte Handwerker. (...)


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Pflegestützpunkt in Wissen / Hamm ging an den Start                                                   (Quelle: AK-Kurier   27.04.2010)

Wissen 27.04.2010: Bürgermeister Michael Wagener begrüßte am vergangenen Donnerstag die neuen Mitarbeiter des Pflegestützpunktes für Wissen und Hamm in der Mitte des Kreises Altenkirchen. Vielen Menschen in Wissen dürfte die damalige Beratungs- und Koordinierungsstelle kurz "Beko" mit einer neutralen, unabhängigen und kostenfreien Beratung noch bekannt sein. Jetzt heißt diese Beratungsstelle Pflegestützpunkt und bieten den Bürgerinnen und Bürgern eine umfassende Beratungen zur allen Themen rund um das älter werden.

Jeder Mensch möchte nach seinen eigenen Vorstellungen, so lange wie möglich, in seinem vertrauten sozialen Umfeld leben können. Doch im Alter oder bei Eintreten einer Erkrankung wird die selbständige Lebensführung oft stark eingeschränkt. Hilfe, Beratung und Unterstützung können bei den individuellen Problemsituationen und der Bewältigung schwieriger Lebenssituationen helfen.  Um das Ziel „ambulant vor stationär“ zu verwirklichen, wurden die Pflegestützpunkte eingerichtet. Sie sind ein wichtiges Angebot für ältere, kranke, pflegebedürftige und behinderte Menschen, die Hilfe und Unterstützung brauchen. Natürlich stehen sie auch Angehörigen, Verwandten und Nachbarn als Ansprechpartner zur Verfügung.

Unabhängig, neutral und kostenfrei arbeitet der Pflegestützpunkt für die Verbandsgemeinden Hamm und Wissen ist mit Andreas Schneider, Pflegeberater und Kathrin Bieler, Dipl. Sozialarbeiterin (FH). Die Mitarbeiter des Pflegestützpunktes beraten persönlich, neutral, vertraulich, trägerübergreifend und kostenfrei in allen Fragen zu Pflege und Lebensplanung im Alter. Ziel ist es, gemeinsam mit den Betroffenen und ihren Angehörigen situationsgerechte Hilfekonzepte zu erarbeiten und Lösungen zu finden, um die Lebensqualität der Menschen angemessen zu sichern. Um sich einen umfassenden Eindruck über die Situation des Hilfesuchenden zu verschaffen, findet die Beratung überwiegend in der häuslichen Umgebung statt. Maßgebend für die Entscheidung für einen bestimmten Leistungsanbieter ist ausschließlich der Wunsch des oder der Betroffenen!

Kathrin Bieler ist dienstags von 16 bis 18 Uhr (nach telefonischer Absprache) und donnerstags von 8 bis 12 Uhr, im St. Antonius-Krankenhaus, Auf der Rahm 17 in Wissen zu erreichen. Weitere Terminvereinbarungen sind unter 02742/706 119 möglich. Andreas Schneider ist donnerstags von 14 bis 16 Uhr im Kulturhaus in Hamm zu sprechen und Termin können unter 0174/2028841 vereinbart werden.


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Pflegestützpunkt in Eimsbüttel eröffnet                         (Quelle: Hamburger Abendblatt 27.04.2010)

Hamburg 27. April 2010 - Sozialsenator Dietrich Wersich (CDU) und Bezirksamtsleiter Torsten Sevecke weihen heute um 13 Uhr den Pflegestützpunkt Eimsbüttel in den neu gestalteten Räumen des ehemaligen Ortsamts Lokstedt (Garstedter Weg 13) ein. Dort erhalten Menschen mit Pflegebedarf und ihre Angehören Auskünfte und Beratung rund um das Thema Pflege. Montags von 8 bis 12 Uhr und donnerstags von 14 bis 18 Uhr werden Gespräche ohne Voranmeldung angeboten. Eine telefonische Beratung ist dienstags und freitags von 8 bis 12 Uhr unter 428 99 10 30 möglich.


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