Pflegestützpunkte-online.de-ein Verzeichnis aller deutschen Pflegestützpunkte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bayern

In einer Pressemitteilung der Bayerischen Staatsregierung vom 30.06.2009 heißt es:
“Der Ministerrat hat heute auf Vorschlag von Sozialministerin Christine Haderthauer den Startschuss zur Einrichtung von Pflegestützpunkten in Bayern gegeben. Das Konzept sieht die Errichtung von Pflegestützpunkten in allen Regierungsbezirken, sowohl in ländlich strukturierten Regionen als auch in städtischen Ballungsräumen vor. Bis Ende 2010 sollen stufenweise bis zu 60 Pflegestützpunkte in Bayern errichtet werden. Haderthauer: „Beratungsangebote bündeln und verbessern, vorhandene Potentiale nutzen,

Doppelstrukturen vermeiden ist unsere Devise. Niemand, der eine Frage im Bereich der Pflege hat, soll mehr von A nach B geschickt werden". Die Pflegestützpunkte sollen nach den Worten Haderthauers von den Pflege- und Krankenkassen in Bayern und den Kommunen getragen werden.

Offizielles Logo der Pflegestützpunkte in Bayern

Es sei geplant, bestehende Beratungsangebote wie die Angehörigenfachstellen in die Pflegestützpunkte zu integrieren. „Jeder Rat- und Hilfesuchende soll unabhängig von seiner jeweiligen Kassenzugehörigkeit im Pflegestützpunkt beraten werden. Dabei müssen Neutralität der angebotenen Dienstleistungen und Unabhängigkeit der Beratung gewährleistet sein", so Haderthauer. Der Aufbau von Pflegestützpunkten soll wissenschaftlich begleitet und evaluiert werden.

Der Zukunftsrat der Bayerischen Staatsregierung machte mit seinem Bericht 2011 sehr deutlich wie der demographische Wandel sich auf Lebenserwartung und Pflegebedürftigkeit auswirke: “Mit der höheren Lebenserwartung der Menschen steigt das Risiko, pflegebedürftig zu werden. So ist ein Drittel der Pflegebedürftigen in Bayern 85 Jahre und älter. Bei den über 90-jährigen beträgt die Pflegequote ca. 61%. Für das Jahr 2020 wird erwartet, dass die Zahl der Pflegebedürftigen in Bayern auf 417.000 anwächst. Das entspricht einem Anstieg von ca. 38% gegenüber dem Jahr 2005. Hinzu kommt eine deutlich steigende Zahl demenzerkrankter Menschen. In Bayern sind das derzeit 160.000 Menschen. Prognosen gehen von einer Erhöhung vom 40% auf 225.000 Demenzerkrankten im Jahr 2027 aus.
Mit der steigenden Lebenserwartung erhöht sich die Wahrscheinlichkeit an mehreren Erkrankungen gleichzeitig zu erkranken, z.B. Diabetes, Schlaganfall, Demenz, Arthrose, was hohe Anforderungen an die Fachkompetenz der Pflegenden stellt.
Vor diesem Hintergrund dieser Entwicklungen wird der Bedarf an professionellen Leistungen - ambulant wie stationär - steigen, woraus finanzielle Anforderungen an die Pflegeversicherung erwachsen. Es bedarf dabei einer ehrlicheren Auseinandersetzung als bisher darüber, welchen Wert eine Gesellschaft alten Menschen und Menschen mit Pflegebedürftigkeit beimisst.

Leider hat die Bayerische Landesregierung trotz der so anschaulichen Zahlen nur insgesamt 8 Pflegestützpunkte eingerichtet. Wo sich diese befinden, finden sie in der nachstehenden Tabelle.

Bad Neustadt

Coburg

Haßfurt

Neuburg-Schrobenhausen

Nürnberg

Roth

Schwabach

Schweinfurt

Würzburg

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